Spaniens Nationalspieler sollen mit Biontech geimpft werden

Die spanischen Fußball-Nationalspieler sollen Medienberichten zufolge mit dem Vakzin von Pfizer/Biontech geimpft werden. Das soll Spaniens Gesundheitsministerin Carolina Dias unter anderem laut "El Pais" bestätigt haben.
| dpa
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Der spanische Nationalspieler Marcos Llorente wird gegen das Coronavirus geimpft.
Der spanische Nationalspieler Marcos Llorente wird gegen das Coronavirus geimpft. © Pablo Garcia/RFEF/AP/dpa
Las Rozas de Madrid

Zunächst war immer angenommen worden, dass die Spanier im Falle einer Impfung das Vakzin von Johnson und Johnson bekommen würden. Dabei wäre nur eine Impfung nötig gewesen. Der Impfstoff von Pfizer/Biontech muss zweimal gespritzt werden. Laut der Zeitung würde die zweite Dosis am 31. Juni verabreicht.

Das würde auch bedeuten, dass die Vorbereitung der Spanier erheblich beeinträchtigt werden könnte, sollten sich die Spieler, die noch nicht geimpft wurden oder eine Infektion überstanden haben, kurz vor dem ersten Gruppenspiel am Montag in Sevilla gegen Schweden impfen lassen.

Nebenwirkungen als Risiko

Nach der Impfung mit mRNA-Impfstoffen, zu denen das Vakzin von Pfizer/Biontech zählt, können nach Angaben des Robert Koch Instituts Lokal- und Allgemeinreaktionen auftreten, meist innerhalb von zwei Tagen nach der Impfung. Sie würden nicht länger als drei Tage anhalten. Zu den demnach am häufigsten berichteten Impfreaktionen zählen Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schüttelfrost und Gelenkschmerzen.

In einer Pressekonferenz am heutigen Donnerstag (12.30 Uhr) dürfte sich Spaniens Nationaltrainer Luis Enrique auch zu den möglichen Impfplänen äußern. Der 51-Jährige hat neben seinem EM-Kader ein Parallel-Aufgebot zusammengestellt, das sich auch auf dem Gelände in Las Rozas de Madrid vorbereitet, sollte es zu weiteren Coronafällen im EM-Team kommen. Nachdem Sergio Busquets und Diego Llorente nach positiven Befunden aber umgehend das Camp verlassen hatten, fielen die Tests am Mittwoch alle negativ aus.

Spaniens neuer Nationalmannschaftskapitän Jordi Alba überlasst die Entscheidung einer möglichen Impfung der Spieler anderen. "Wenn sie uns sagen, dass wir geimpft werden, werden wir geimpft", sagte der 32 Jahre alte Abwehrspieler vom FC Barcelona in einem Interview der Sportzeitung "As". "Wenn es klappt, ist es gut." Die Spanier sollen zumindest mittlerweile die Freigabe haben von den zuständigen Behörden, sich noch impfen zu lassen.

Alternativ-Aufgebot mit 17 Profis

"Uns bleibt nichts anderes übrig, als normal weiter zu arbeiten und unseren Weg zu gehen", betonte Alba mit Blick auf die besonderen Umstände, unter denen sich der EM-Kader von Trainer Luis Enrique derzeit in Las Roza de Madrid vorbereitet. Neben den aktuell 22 Spielern hat der Coach auch noch ein Alternativ-Aufgebot von 17 Profis zusammengestellt, das keinen Kontakt zum EM-Kader hat und eigens trainiert.

Dass der EM-Kader derzeit nur indivuell üben kann, hat laut Alba keine Auswirkungen auf das Auftaktspiel. "Wir kennen die Idee unseres Trainers zu hundert Prozent, und die Idee ändert sich ja nicht", sagte Alba in einem Interview "Radio Marca".

Als die positiven Testergebnisse von Kapitän Sergio Busquets und danach von Diego Llorente herauskamen, sei schon eine gewisse Unsicherheit da gewesen, sagte Alba. Sie hätten sich aber schon die ganze Saison über in einer solchen Situation befunden. Er wolle nicht sagen, dass man sich dran gewöhne, aber man sei bereit. "Es ist eine unangenehme, eine beschissene Situation, aber wir werden es durchstehen", betonte er.

© dpa-infocom, dpa:210610-99-934016/4

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