Kommentar

Skandal um Balogun: Trumps WM-Einmischung darf niemanden überraschen

Dass sich Donald Trump in den Fall um den gesperrten Folarin Balogun einmischt, darf eigentlich niemanden wundern. Immerhin die Reaktion auf den Skandal ist erfreulich. Ein Kommentar von AZ-Sportchef Krischan Kaufmann.
Krischan Kaufmann
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3  Kommentare
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"Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode." Mit William Shakespeares’ Hamlet liegt man bei dieser Mega-WM eigentlich nie falsch – und erst recht nicht, wenn Donald Trump nun sogar höchstpersönlich in den Turnierverlauf eingreift.

Dabei kann die ziemlich indiskrete Einmischung des US-Präsidenten im Fall Balogun eigentlich niemand ernsthaft überraschen. Wer wie die Fifa, in Person ihres umstrittenen Präsidenten Gianni Infantino, ausgerechnet jenem Mann einen Friedenspreis verleiht, der zuvor den Co-Gastgeberländern Mexiko und Kanada auch schon mal mit feindlicher Übernahme gedroht hatte, der sollte sich auch nicht wundern, wenn der so hofierte selbst die eisernsten Fußballregeln höchstens für unverbindliche Empfehlungen hält.

US-Stürmer Folarin Balogun wurde nach diesem Tritt gegen Bosniens Muhamedovic mit Rot vom Platz geschickt. Nach Einmischung von Donald Trump hat die Fifa die ursprünglich verhängte Sperre zu einer Bewährungsstrafe abgeschwächt.
US-Stürmer Folarin Balogun wurde nach diesem Tritt gegen Bosniens Muhamedovic mit Rot vom Platz geschickt. Nach Einmischung von Donald Trump hat die Fifa die ursprünglich verhängte Sperre zu einer Bewährungsstrafe abgeschwächt. © IMAGO/Kai River Kanzer

Ganz getreu dem Motto: Ein Anruf genügt, Telefonjoker Gianni regelt das schon. So einfach funktioniert die (Fußball-)Welt offensichtlich in den Augen des US-Präsidenten.

Klopp zeigt klare Haltung zum Balogun-Eklat

Umso erfreulicher ist dagegen die weltweite Empörung auf diesen Skandal – und aus deutscher Sicht ganz besonders die klare Reaktion von Jürgen Klopp. Obwohl noch nicht mal im Amt zeigt der designierte Bundestrainer mit seiner deutlichen Ansage in Richtung der unheiligen Trump-Infantino-Allianz ("Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel") genau das, was man beim DFB im Vorfeld der WM so lange vermisst hatte: Haltung.

Etwas, das neben dem DFB übrigens gerade auch den anderen europäischen Spitzenverbänden mit Blick auf die undurchsichtigen Machenschaften des Schweizers gut zu Gesicht stehen würde. Spätestens dann, wenn sich Infantino im nächsten Jahr zur Wiederwahl stellt. 

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  • Huldreich vor 6 Minuten / Bewertung:

    FIFA! INFANTINO UND TRUMPEL = FUSSBALLMAFIA par excellence! Pfui Teifel Weg mit allen diesen Vollidioten! 🤮👎🏿👺👹☠️☠️☠️☠️

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  • NN vor 21 Minuten / Bewertung:

    WM ist gescheitert:: was läuft sonst noch hintenherum?
    der Weltmeister 2026 hat immer einen Geschmack!!! Am besten nicht in die Weltmeisterlisten übernehmen.

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  • Kaiser Jannick vor 38 Minuten / Bewertung:

    Niemand braucht sich zu wundern.

    Das System FIFA/Infantino ist genau korrupt und machtgeil wie das System Trump. Insofern passen diese beiden zu 100% zusammen.

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