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"Sind Tränen geflossen": Karls Aus ist der Stimmungskiller in der deutschen Mannschaft 

Nach dem verletzungsbedingten WM-Aus von Lennart Karl ist die Stimmung in der deutschen Mannschaft gedrückt. Lothar Matthäus und Verbandspräsident Neuendorf finden bedauernde Worte.
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Für Lennart Karl ist der WM-Traum vor dem Turnierstart vorbei.
Für Lennart Karl ist der WM-Traum vor dem Turnierstart vorbei. © Federico Gambarini/dpa

Das verletzungsbedingte WM-Aus von Lennart Karl war am Freitag das große Thema rund um die Nationalmannschaft – und auch der Präsident zeigte sich tief bewegt. "Wir haben ihn gerade im Kreis der Mannschaft verabschiedet", berichtete Bernd Neuendorf am Abend bei einem Empfang von DFB-Sponsor Volkswagen über den Dächern von Chicago: "Julian Nagelsmann hat ein paar Worte gesagt, Lennart hat auch noch ein paar Worte gefunden, obwohl ihm das schwergefallen ist. Er war extrem traurig. Da sind auch schon, glaube ich, ein paar Tränen geflossen." 

Leipzigs Assan Ouedraogo nachnominiert

Karl sei "direkt zum Flughafen" gefahren, ergänzte Neuendorf: "Und das drückt so ein bisschen die Stimmung. Er war die letzten Spiele top unterwegs und hat uns viel Freude gemacht." Zweifellos. Karl hätte gute Chancen gehabt, im ersten WM-Spiel gegen Curacao am 14. Juni in der Startelf zu stehen. Doch dann zog er sich im Training am Donnerstag einen Muskelbündelriss zu. Er wird wochenlang ausfallen.

Der 18-Jährige vom FC Bayern, der zuletzt beim 4:0 gegen Finnland brillierte, war total geknickt. Da konnte ihn auch Neuersdorfs berechtigte Aussage, dass Karl "wahrscheinlich noch einige Weltmeisterschaften vor sich hat", nicht aufmuntern. Für den Offensivstar heißt es jetzt: Reha statt WM-Premiere. Ein Drama. Leipzigs Assan Ouedraogo wurde nachnominiert, er reist direkt aus dem Urlaub zum DFB-Team

"Ein großer sportlicher Verlust"

Von einem "Schock" sprach Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, der ebenfalls bei der Veranstaltung in Downtown Chicago zu Gast war – mit Partnerin Theresa Sommer. "Es tut mir sehr leid für den Jungen", sagte Matthäus: "Es ist auch ein großer sportlicher Verlust für Julian Nagelsmann und die Mannschaft. Karl hat es sehr gut gemacht. Aber er hat noch viele Möglichkeiten, viele Turniere vor sich. Das kann ihn stärker machen.“

Doch an diesem Freitag war Karl einfach nur enttäuscht – genau wie der Rest des deutschen Teams, das einen Stimmungskiller kurz vor der WM erlebte. 

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