Sicherheitsbedenken: Istanbul-Derby abgesagt

Nach dem Terroranschlag in Istanbul ist das Derby zwischen Galatasaray mit Fußball-Weltmeister Lukas Podolski und Fenerbahce am Sonntag aus Sicherheitsgründen abgesagt worden.
| dpa
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Ricardo Quaresma (Besiktas) im Duell mit Serdar Ozkan (Antalyaspor). Die Partie fand am Samstag statt, das Isntanbuler Derby wurde am Sonntag abgesetzt.
Imago Ricardo Quaresma (Besiktas) im Duell mit Serdar Ozkan (Antalyaspor). Die Partie fand am Samstag statt, das Isntanbuler Derby wurde am Sonntag abgesetzt.

Istanbul - Das Istanbul-Derby in der Süper Lig zwischen Galatasaray und Fenerbahce ist wegen Sicherheitsbedenken kurzfristig abgesagt worden.

Zunächst entschied der Türkische Fußballverband (TFF) am Sonntag, dass die Partie des Klubs von Nationalspieler Lukas Podolski gegen den Stadtrivalen Fenerbahce wegen Sicherheitsbedenken ohne Zuschauer stattfinden solle.

Den Grund für die dann folgende Absage war zunächst nicht bekannt.

In einer ersten Erklärung sprach das Istanbuler Gouverneursamt, dass die "Sorgfalt nach den Vorfällen, die in den letzten Tagen in unserer Stadt passierten", ausschlaggebend gewesen sei.

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Bei einem erneuten Anschlag in der Metropole waren am Samstag mehrere Menschen getötet worden. Die Entscheidung für die Absage sei nach der Maßnahme des Gouverneursamts in Absprache mit den zwei Vereinen getroffen worden.

Der neue Spieltermin werde in den kommenden Tagen bekanntgegeben. Über der Arena war ein Polizeihubschrauber zu sehen. Aufnahmen des Senders Lig TV zeigten, dass sich bereits hunderte Galatasaray-Anhänger in der Türk Telekom Arena befanden.

Sie wurden aufgefordert, das Stadion umgehend zu verlassen. Anhänger Fenerbahces waren nicht im Stadion. Nach diversen Ausschreitungen zwischen Fangruppen ist es seit Jahren üblich, dass Derbys zwischen den Spitzenklubs ohne Fans des Gastvereins ausgetragen werden.

 

Besiktas Istanbul trat an - und siegte

 

Ein Selbstmordattentäter hatte am Samstag in einer beliebten Einkaufsstraße in Istanbul vier Menschen mit in den Tod gerissen. Bei der Explosion wurden außerdem 36 Menschen verletzt. Das Auswärtige Amt riet Reisenden zur Vorsicht.

Nationalspieler Mario Gomez hatte dagegen mit Besiktas Istanbul am Samstag antreten müssen. Mit dem 1:0 (1:0) gegen Antalyaspor baute der Tabellenführer seinen Vorsprung gegenüber dem Zweiten Fenerbahce auf vier Punkte aus und machte einen weiteren Schritt zum ersten Titel des Klubs seit 2009.

Oguzhan Özyakup gelang in der 27. Minute der Siegtreffer für Besiktas, das mit dem früheren Hoffenheimer Andreas Beck in der Startelf seinen vierten Sieg in Folge feierte. Gomez, der einige gute Möglichkeiten hatte, wurde in der 85. Minute ausgewechselt.

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