Schweiz und Wales nach 1:1 schon unter Druck

Ihr Unentschieden löst bei den Schweizern und Walisern völlig unterschiedliche Gefühle aus. Beide haben am zweiten Spieltag schwere Duelle. Zunächst geht es aber um Christian Eriksens Gesundheit.
| Von Thomas Eßer, dpa
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Chance vergeben: Breel Embolo haderte gegen Wales mit sich selbst.
Chance vergeben: Breel Embolo haderte gegen Wales mit sich selbst. © Jean-Christophe Bott/Keystone/dpa
Baku

Als die Nachricht von Christian Eriksens Kollaps die Nationalspieler von Wales und der Schweiz erreichte, geriet ihr eigenes EM-Spiel schnell in den Hintergrund. "Der Fußball-Verband von Wales und alle Wales-Spieler und Mitarbeiter beten für Christian Eriksen, seine Familie und den dänischen Fußball-Verband", schrieb der walisische Verband bei Twitter und auch die Schweizer Nationalmannschaft zeigte in sozialen Netzwerken ihre Anteilnahme.

"Wir wünschen Christian Eriksen eine vollständige Genesung. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und allen, die involviert sind", postete sie auf Instagram.

Der dänische Topmann Eriksen war beim gut eine Stunde nach Ende der ersten Samstagspartie angepfiffenen Spiel gegen Finnland zusammengebrochen und regungslos auf dem Boden liegen geblieben. Helfer leiteten noch auf dem Platz lebensrettende Maßnahmen ein. Sanitäter führten eine Herzmuskelmassage durch. "Christian Eriksen ist wach und ist zu weiteren Untersuchungen im Reichskrankenhaus", hieß es später vom dänischen Fußballverband.

Direkt nach ihrem 1:1 am Samstagnachmittag in Baku hatten die Schweizer und Waliser noch das Geschehen auf dem Platz analysiert und das Unentschieden gänzlich unterschiedlich eingeordnet. Während der Schweizer Torschütze Breel Embolo angesichts einer Führung und zahlreicher Chancen nicht zu Unrecht von zwei verlorenen Punkten sprach, hob Wales' Superstar Gareth Bale den Kampfgeist und Einsatzwillen seiner Mannschaft hervor. "Ich denke, wir haben viel Charakter gezeigt und hart gearbeitet", sagte der 31-Jährige. "Ein Unentschieden ist kein schlechtes Ergebnis."

Sowohl die Waliser als auch die Schweizer erwarten am 2. Spieltag unangenehme Duelle. Wales spielt am Mittwoch in Baku gegen die Türkei und muss sich dabei nicht nur auf die türkischen Fußballer, sondern auch auf eine heiße Auswärtsspiel-Atmosphäre einstellen. Zahlreiche türkische Fans werden in Aserbaidschan erwartet und auch die meisten Einheimischen halten zum Team von Trainer Senol Günes.

"Es wird ein sehr wichtiges Spiel für uns. Die Vorbereitung hat schon begonnen", sagte Wales-Coach Robert Page. "Wir werden bereit sein für die Herausforderung am Mittwoch."

Für die Schweizer wird diese wahrscheinlich noch größer. Sie reisten noch in der Nacht zum Sonntag nach Rom und treffen dort auf die beim 3:0 im Eröffnungsspiel gegen die Türkei beeindruckend starken Italiener. "Wir müssen weiter dran glauben", sagte Trainer Vladimir Petkovic. "Es immer wieder probieren, unsere Spielweise halten, und probieren, noch konkreter zu sein."

© dpa-infocom, dpa:210613-99-970787/2

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