Schalke siegt und ist oben dran, Darmstadt wieder spitze

Schalke hat die sportliche Krise beendet und Aufstiegsplätze wieder ins Visier genommen. Und das ohne Torjäger Terodde. Darmstadt zog wieder an die Spitze - und für zwei Trainer wird es ungemütlich.
| dpa
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Der SV Darmstadt 98 kam im Erzgebirge zu einem 2:1-Auswärtserfolg.
Der SV Darmstadt 98 kam im Erzgebirge zu einem 2:1-Auswärtserfolg. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Düsseldorf

Der FC Schalke 04 kann auch ohne Torgarant Simon Terodde jubeln.

Die Königsblauen gewannen in Abwesenheit des Zweitliga-Rekordtorjägers dank Nervenstärke und einer tollen zweiten Hälfte mit 5:2 (0:0) gegen den Vorletzten SV Sandhausen und haben nach zuvor drei Spielen ohne Sieg mit nunmehr 26 Punkten wieder die Aufstiegsplätze in der 2. Fußball-Bundesliga ins Visier genommen. Terodde fällt bis auf weiteres mit einer Muskelverletzung aus, für ihn sprang unter anderem Neuzugang Marius Bülter mit einem Doppelpack ein.

Der Rückstand auf den vorläufigen Spitzenreiter Darmstadt 98 beträgt für Schalke drei Punkte. Die Lilien feierten im Geisterspiel bei Erzgebirge Aue mit dem 2:1 (0:0) den vierten Sieg in Folge und den sechsten in den vergangenen sieben Spielen. Übertroffen werden kann Darmstadt am Sonntag nur noch vom FC St. Pauli (29. Punkte), dem im Spitzenspiel beim 1. FC Nürnberg schon ein Punkt zur Rückkehr an die Spitze reicht.

Während für Schalkes Trainer Dimitrios Grammozis die nächsten Tage wieder etwas entspannter werden, dürfte es für die Kollegen bei Hannover 96 und Fortuna Düsseldorf ungemütlich werden. Jan Zimmermann kassierte mit Hannover ein 0:4 in Karlsruhe und ist mit den Niedersachsen nun seit sechs Spielen ohne Sieg. Hannover rutschte mit 14 Zählen auf Rang 16 ab.

Nur zwei Punkte Luft auf die Abstiegszone hat die Fortuna nach der 0:1-Last-Minute-Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim. Nach fünf Pflichtspielen ohne Sieg steht auch Düsseldorfs Trainer Christian Preußer in der Kritik. "Das war am Schluss ein richtiger Nackenschlag", sagte der 37 Jahre alte Chefcoach nach dem Siegtreffer des Heidenheimers Robert Leipertz in der Nachspielzeit. Vorstandsmitglied Klaus Allofs hatte seinem Trainer bereits vor der Partie Rückendeckung signalisiert. "Wir können nicht zu Beginn der Saison sagen, wir gehen diesen Weg, und dann kommt der erste Wind, und wir fallen um", sagte Allofs.

Den Druck kennt Dimitrios Grammozis auf Schalke, aber auch dort wird er von der sportlichen Leitung mit Vorstand Peter Knäbel gestützt. Der Bundesliga-Absteiger zeigte am Samstag Qualitäten. Auf den Rückstand durch Sandhausens Marcel Ritzmaier (47.) antworteten die Gastgeber vor 46.319 Zuschauern durch Ouwejan (58.), Bülter (64. und 76.) und Rodrigo Zalazar (82.). Dazu kam noch ein Eigentor Aleksandr Schirow (72.).

© dpa-infocom, dpa:211127-99-165778/3

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