Rote Karte von Hoffenheims Geiger sorgt für Tumulte

Das 1:1 wird schnell zur Nebensache. Zwischen Mainz und Hoffenheim kochen die Emotionen nach einer Roten Karte von Geiger hoch. Die Schiri-Bewertung des taktischen Fouls teilen vor allem die Gastgeber.
| dpa
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Schiedsrichter Sascha Stegemann schickt Hoffenheims Dennis Geiger (l) vom Platz.
Schiedsrichter Sascha Stegemann schickt Hoffenheims Dennis Geiger (l) vom Platz. © Torsten Silz/dpa
Mainz

Taktisches Foul von hinten, Rudelbildung und dann ein paar geladene Worte an den Gegner: Eine Rote Karte von Dennis Geiger hat die Gemüter zum Abschluss des 9. Spieltags der Fußball-Bundesliga mehr erregt als das 1:1 (1:0) zwischen dem FSV Mainz 05 und der TSG 1899 Hoffenheim.

Der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder sagte dazu bei Sky: "Auf dem Sportplatz fallen mal Worte. Wir sind alle keine Kinder von Traurigkeit. Das sollten wir nicht so hochspielen. Wenn es ein Mainzer gewesen wäre, hätte ich genauso gesagt, es ist eine Rote Karte."

Unter anderem Schröder und Hoffenheims Coach Sebastian Hoeneß waren nach der Szene in der 80. Spielminute aneinandergeraten. Geiger wollte den Mainzer Karim Onisiwo mit einem taktischen Foul stoppen und trat ihm dabei von hinten in die Beine. "Eskalation hört sich für mich übertrieben an, aber es waren ordentlich Emotionen drin", sagte Hoeneß auf eine entsprechende Nachfrage. Er wollte explizit nicht von einer Fehlentscheidung sprechen, nannte Rot von Referee Sascha Stegemann aber "eine harte Auslegung".

Mainz-Coach Jan-Moritz Lichte sagte zum Platzverweis: "Ich glaube schon, dass das okay ist. Ich glaube ihm, dass er keinen verletzen wollte." Lichte erklärte, er habe sich danach noch kurz mit Geiger unterhalten. Zuvor hatte Robin Quaison die 05er in Führung gebracht (33.), Ihlas Bebou (62.) gelang später mit seinem ersten Saisontor der Ausgleich. Das Unentschieden war gerecht: Mainz hatte zu Beginn mehr Spielanteile, später wurde die TSG stärker. Auch nach Geigers Platzverweis tat sich nichts mehr.

Sowohl die 05er als auch die TSG verpassten mit dem Remis den erhofften Sprung nach oben. "Es bringt uns schon das Gefühl und die Gewissheit, dass wir drei Spiele nicht verloren haben. Das ist eine Entwicklung, die sehr positiv ist", sagte Lichte. Hoffenheim hingegen hat in der Bundesliga seit über zwei Monaten nicht mehr gewonnen, während in der Europa League (vier Siege aus vier Spielen) derzeit alles gelingt. "Der Gegner hat es teilweise zu leicht, sich Chancen gegen uns herauszuspielen. Ich wünsche mir mehr Zu-Null-Spiele", sagte TSG-Torhüter Oliver Baumann.

© dpa-infocom, dpa:201129-99-509908/2

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