Ribéry, Ronaldo, Rehhagel? Löw droht zumindest ein Riese

Bei der WM-Auslosung ist das DFB-Team gesetzt, mögliche Gegner sind aber Frankreich, Portgual oder Griechenland. Es könnte aber auch leicht werden – mit Neuseeland, Algerien, Slowenien
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Bayerns Franck Ribéry soll am Samstag in Bremen sein Comeback als Einwechselspieler geben.
dpa Bayerns Franck Ribéry soll am Samstag in Bremen sein Comeback als Einwechselspieler geben.

Bei der WM-Auslosung ist das DFB-Team gesetzt, mögliche Gegner sind aber Frankreich, Portgual oder Griechenland. Es könnte aber auch leicht werden – mit Neuseeland, Algerien, Slowenien

KAPSTADT Eine Fußball-WM ist ein Turnier, das Milliarden Menschen weltweit in den Bann zieht, bei dem die besten Mannschaften der Erde alle vier Jahre ihren Meister ausspielen und die Deutschen die leichteste Vorrundengruppe haben. So war es bisher zumindest, zuletzt bei der WM 2006. Costa Rica, Ecuador, Polen. Geschenkt.

Setzt sich das Glück auch bei der Auslosung für die WM 2010 am Freitag in Kaptstadt (18 Uhr, ZDF und Sky live) fort, dann erwischt das DFB-Team Neuseeland, Algerien und Slowenien. Oder Honduras, Uruguay und die Slowakei.

Aber es könnte auch ganz anders kommen. Als Gegner in einer Gruppe drohen auch Mexiko, Kamerun, Frankreich. Oder die USA, und dann die Elfenbeinküste und Portugal mit ihren Superstars Didier Drogba und Cristiano Ronaldo. Das wäre dann das, was man gerne eine Hammergruppe nennt.

Am Mittwoch setzte die Fifa die 32 Mannschaften in vier Töpfe zu je acht Teams. Das Prozedere war diesmal viel simpler als früher. Mit Ausnahme von Gastgeber Südafrika zählte für die Einteilung nur die Weltranglisten vom Oktober 2009. Die Playoff-Spiele in der Relegation wurden nicht mehr berücksichtigt, und auch die WM-Historie spielte keine Rolle. Deswegen erhielt Frankreich auch keinen Bonus, als Vizeweltmeister von 2006 nach Südafrika zu fahren, wie Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke am Mittwoch erklärte: „Die Weltrangliste war die fairste Lösung.“ Und dann erklärten die Fifa-Offiziellen noch eifrig, dass es keine Strafverasetzung der Equipe Tricolore sei, wegen des viel diskutierten Handspiels von Thierry Henry in der Relegation gegen Irland.

Mit dabei im Topf 1 damit auch das DFB-Team, das damit seit der WM 1966 immer zu den Topgesetzten gehört. Die übrigen Töpfe (siehe oben) wurden rein nach regionalen Kriterien besetzt. Asien, Ozeanien, Nord- und Mittelamerika im Pott 2, die Kugeln der restlichen afrikanischen und südamerikanischen Mannschaften liegen am Freitag in Schüssel 3, alle übrigen Europäer kommen in die vierte Lostrommel.

Besonderheit: Südafrika wird in keinem Fall gegen eine afrikanische Mannschaft spielen, auch Brasilien und Argentinien können nicht südamerikanischen Teams zugelost werden, als Gegner aus Topf 3 kommt für sie also in jedem Fall ein afrikanisches Land.

So könnte es für das deutsche Team also gleich in der Vorrunde zu einem Wiedersehen mit alten Bekannten vom FC Bayern kommen. Mit Frankreich-Star Franck Ribéry, oder Ex-Stürmer Roque Santa Cruz (Paraguay) oder mit den beiden früheren Trainern Trainern Otto Rehhagel (Griechenland) und Ottmar Hitzfeld (Schweiz).

Joachim Löw, der deutsche Bundestrainer, gab sich zwei Tage vor der Auslosung noch gelassen. „Es gibt viele Favoriten, die auf ganz hohem Niveau spielen können“, sagte er. Einer seiner Vorgänger, Berti Vogts, hätte da wohl gesagt: Bei einer WM gibt es keine leichten Gegner. Gemeint hätten sie beide das gleiche.

In welche Gruppe das deutsche Team gelost wird und wo Löws Mannschaft die ersten drei Spiele des Turniers austragen wird, entscheidet sich am Freitag. Sicher ist nur, dass Südafrika in Gruppe A spielen wird und damit am 11. Juni in Johannesburg das Eröffnungsspiel bestreitet. Für die deutsche Mannschaft dagegen ist alles offen. Von B bis H.

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