Rehhagel führt Griechen zur WM, Frankreich musste zittern

Otto Rehhagel hat die griechische Fußball-Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft nach Südafrika geführt. Die von dem 71 Jahre alten Deutschen zum 100. Mal in einem Länderspiel betreuten Hellenen feierten im Playoff-Rückspiel gegen die Ukraine einen 1:0 (1:0)-Erfolg.
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Otto Rehhagel (l) und Sotirios Kyrgiakos feiern das WM-Ticket
dpa Otto Rehhagel (l) und Sotirios Kyrgiakos feiern das WM-Ticket

KIEW - Otto Rehhagel hat die griechische Fußball-Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft nach Südafrika geführt. Die von dem 71 Jahre alten Deutschen zum 100. Mal in einem Länderspiel betreuten Hellenen feierten im Playoff-Rückspiel gegen die Ukraine einen 1:0 (1:0)-Erfolg.

Nach dem torlosen ersten Duell in Athen machten die Griechen in Donezk durch das Tor von Dimitrios Salpingidis in der 32. Minute ihre zweite WM-Teilnahme nach 1994 perfekt. Rehhagel, der mit seinem Team 2004 sensationell den Europameister-Titel gewonnen hatte, ist im kommenden Jahr erstmals bei einer WM-Endrunde als Coach dabei.

"Ich bin so glücklich. Dies ist ein großartiger Moment", sagte Stürmer Angelos Charisteas vom Bundesligisten 1. FC Nürnberg. "Wir haben es durch ein wunderschönes Tor nach Südafrika geschafft." Und Torschütze Salpingidis konnte sich einen Seitenhieb auf die Kritiker nicht verkneifen, die nach der verpassten Direkt-Qualifikation und dem Hinspiel-0:0 vor allem auch Rehhagel unter Beschuss genommen hatten: "Wir feiern diesen Erfolg. Es wurde viel Kritik geäußert, und dies ist unsere Antwort. Aber wir haben immer an uns geglaubt."

Frankreich musste trotz des 1:0-Hinspielerfolgs in Irland noch kräftig zittern. Denn Robbie Keane (33.) brachte das Team von Giovanni Trapattoni in Führung, die William Gallas erst in der Verlängerung (103.) egalisieren konnte. 1:1 lautet der Endstand. Somit fährt die Grande Nation zum 13. Mal zur WM.

Auch Portugal und Slowenien dabei

In Abwesenheit des weiter verletzten Superstars Cristiano Ronaldo avancierte Raul Meireles für Portugal zum gefeierten Mann. Im entscheidenden Spiel gegen Bosnien-Herzegowina in Zenica war nach seinem Führungstor (56.) die Gegenwehr der mit Bundesliga- Assen gespickten Bosnier weitgehend gebrochen. Es blieb beim 1:0-Sieg für die Gäste.

Während Portugal damit zum fünften Mal ein WM-Turnier erreicht hat, ist Slowenien nach der Premiere 2002 zum zweiten Mal dabei: Den Siegtreffer erzielte Stürmer Zlatko Dedic vom VfL Bochum in der 44. Minute. Bei den Russen sahen in diesem nervenaufreibenden Duell gleich zwei Russen die Rote Karte. Der 1:0-Endstand reichte den Slowenen nach dem 1:2 im Hinspiel in Moskau.

Yahia schießt Algerien zur WM

Zuvor hatte Bundesliga-Profi Antar Yahia Algerien zur WM 2010 geschossen. Mit seinem «goldenen Tor» (40.) sorgte der Mittelfeldmann des VfL Bochum in Omdurman/Sudan für den 1:0 (1:0)-Erfolg der Algerier gegen Ägypten. Durch ihren Sieg im Kampf um das letzte WM-Ticket in der Afrika-Ausscheidung sind die Algerier nach 1982 und 1986 im kommenden Jahr zum dritten Mal bei einer WM-Endrunde dabei. Die enttäuschten Ägypter, bei denen der Dortmunder Mohamed Zidan nach der Pause eingewechselt wurde, scheiterten dagegen denkbar knapp.

Das Entscheidungsspiel auf neutralem Boden im Sudan war aufgrund des 2:0 (1:0) der Ägypter im Heimspiel am vergangenen Samstag gegen die Algerier nötig geworden. Beide Mannschaften waren nach Abschluss ihrer sechs Spiele in der Qualifikations-Gruppe C mit jeweils 13 Zählern und 9:4 Treffern punkt- und torgleich.

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