Petric schießt Köln ab

Dank Doppel-Torschütze Mladen Petric hat der Hamburger SV seine Negativserie auf fremden Plätzen beendet. Hamburg schlug Köln mit 2:1.
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Mladen Petric(re.)  trifft per Kopf. Kölns Torhüter Mondragon streckt sich vergebens.
dpa Mladen Petric(re.) trifft per Kopf. Kölns Torhüter Mondragon streckt sich vergebens.

Dank Doppel-Torschütze Mladen Petric hat der Hamburger SV seine Negativserie auf fremden Plätzen beendet. Hamburg schlug Köln mit 2:1.

Mit seinen Saisontreffern sechs und sieben (15./31.) zum 2:1 (2:0) bei Aufsteiger 1. FC Köln sicherte der Kroate den Hanseaten am Sonntag den ersten Auswärts-Dreier seit dem 4. Oktober. Milivoje Novakovic (83.) gelang mit seinem zehnten Tor in dieser Spielzeit nur noch Ergebniskosmetik für die Kölner, die vor 50 000 Zuschauern im ausverkauften RheinEnergie-Stadion ihren Abwärtstrend mit der vierten Niederlage in Serie fortsetzten. Zudem sah der Portugiese Petit zum fünften Mal Gelb und fällt im letzten Vorrundenspiel in Bochum aus.

„Dass das am Ende noch ein Zitterspiel geworden ist, ist fast unglaublich“, bemängelte HSV-Trainer Martin Jol angesichts der klaren Überlegenheit seiner Mannschaft. Auch Mittelfeldspieler Piotr Trochowski war trotz des Sieges nicht rundum zufrieden: „Bei der Qualität unserer Spieler muss mehr dabei rauskommen. Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit dominiert und hätten das 3:0 und 4:0 machen müssen.“ Kölns Kevin Pezzoni war frustriert: „Vier Niederlagen in Folge – das ist katastrophal.“

Drei Tage nach dem UEFA-Cup-Sieg in Prag präsentierte sich die Mannschaft von Martin Jol auch in der Liga wieder selbstbewusst und spielfreudig. Der HSV steckte auch den frühen Ausfall von Alex Silva weg, der mit Verdacht auf Bänderriss ausgewechselt werden musste, und kontrollierte die Partie fast durchweg. Den Rheinländern fehlte auch im letzten Heimspiel des Jahres die Durchschlagskraft im Angriff. Nur magere sieben Tore in acht Begegnungen vor eigenem Publikum machen klar, wo den Neuling der Schuh drückt.

Die Partie hatte für den HSV unglücklich begonnen. Nach einem bösen Foul von Roda Antar an Alex Silva bereits in der 1. Minute wurde der Brasilianer humpelnd vom Feld geführt und durch Collin Benjamin ersetzt. Wenig später drosch Pierre Wome einen indirekten Freistoß aus fünf Metern auf den inmitten der Hamburger Spieler auf der Torlinie postierten Trochowski (10.).

Als der FC immer besser ins Spiel zu finden schien, schlugen die Hanseaten eiskalt zu: Marcell Jansen setzte sich auf der linken Seite energisch durch und flankte nach innen, wo Petric von Wome kaum bedrängt einköpfte. Auch beim zweiten Kopfball-Treffer des Kroaten war die Kölner Abwehr überhaupt nicht im Bilde. Als Joris Mathijsen einen Eckball von Trochowski verlängerte, achtete niemand im weißen Trikot auf Petric, der am langen Pfosten zum 0:2 einnickte. Erst danach wurde Kölns Ein-Mann-Sturm Novakovic gefährlich, doch Rost lenkte den Kopfball des Slowenen zur Ecke (36.).

Nach dem Wechsel reagierte FC-Coach Christoph Daum auf das wenig effektive Offensivspiel seiner Mannschaft und stellte Novakovic in dem Ex-Duisburger Manasseh Ishiaku einen zweiten Angreifer zur Seite. Der Nigerianer erwies sich bei seinem erst zweiten Saisoneinsatz zwar als belebendes Element, doch im Abschluss gelang weiterhin nur wenig. In der 65. und 75. Minute verpasste Ivica Olic jeweils frei vor FC- Keeper Faryd Mondragon das mögliche 0:3. Nach dem Anschluss durch Kölns Torschützen vom Dienst hatte der HSV am Ende sogar noch bange Momente zu überstehen, auch weil Mathijsen (87.) nur die Latte traf.

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