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Olympia-Aus: Die Bundesliga hat Kuntz im Stich gelassen

Der Sport-Vize Krischan Kaufmann über das Vorrunden-Aus der DFB-Auswahl.
| Krischan Kaufmann
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Das Vorrunden-Aus der DFB-Auswahl ist in erster Linie für die Bundesliga eine olympische Watschn. Warum? Ganz einfach, weil die deutschen Spitzenklubs Stefan Kuntz und sein Team bei ihrer Japan-Mission (impossible) von Anfang an gnadenlos im Stich gelassen haben.

DFB: Katastrophale Personalausstattung in Tokio

100 potenzielle Kandidaten hatte der Bundestrainer, der zuvor mit dem U21-EM-Sieg dem deutschen Fußball und damit auch den Vereinen hierzulande so viel internationale Anerkennung beschert hatte, auf seiner Tokio-Liste - am Ende war seine schwarz-rot-goldene Reisegruppe gerade mal 18 Mann stark. Dass Kuntz beim glücklichen 3:2-Sieg gegen Saudi-Arabien in der Schlussphase drauf und dran war, den dritten Torhüter Svend Brodersen als Feldspieler einzuwechseln, unterstreicht die katastrophale Personalausstattung, mit der Kuntz von den Vereinen nach Japan geschickt wurde.

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Klar, Olympische Sommerspiele gehören nicht zum Kerngeschäft der Bundesliga und die Sorge der deutschen Spitzenklubs, dass für Olympia abgestellte Profis womöglich einen Großteil der Vorbereitung verpassen und im schlimmsten Fall statt einer Medaille eine schwere Verletzung mit nach Hause bringen würden, ist nicht von der Hand zu weisen.

Aber Fakt ist leider auch: Der gerade während der Corona-Pandemie von den Klubs so vehement eingeforderte Solidaritätsgedanke im deutschen Fußball wurde am Mittwoch im knapp 9.000 Kilometer entfernten Miyagi endgültig zu Grabe getragen.

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