Özil-Wechsel rückt DFB-Spiel in den Hintergrund

Der Wechsel von Mesut Özil von Real Madrid zum FC Arsenal hat den Start der Fußball-Nationalmannschaft in die heiße Phase der WM-Qualifikation total in den Hintergrund gerückt.
| dpa
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München - Der deutsche Fußball-Nationalspieler Mesut Özil hat für die nächste Transfersensation gesorgt. Unmittelbar vor dem Ende der Wechselfrist in England am Montagabend bestätigte der FC Arsenal auf seiner Homepage die Verpflichtung des 24 Jahre alten Mittelfeldspielers von Real Madrid. Desahlb waren am Montag im Quartier der DFB-Auswahl in der Münchner Innenstadt auch erst einmal nicht die Punktspiele gegen Österreich und die Färöer Inseln das große Thema, sondern die Zukunft des Spielmachers, der auf den letzten Drücker mit einem spektakulären Blitztransfer von zum FC Arsenal zum teuersten deutschen Fußballspieler aufstieg.

Am Nachmittag stieß Özil zum Löw-Kader und war auch bei Werbeaufnahmen des DFB-Teams in München dabei. Stunden später wurde der Wechsel offiziell von beiden Vereinen auf ihren Homepages bestätigt.

Joachim Löw war einer der Ersten, der vom sich anbahnenden sensationellen Arbeitsplatzwechsel Özils erfahren hatte. Denn der 47-malige Nationalspieler Özil durfte nach Rücksprache mit dem Bundestrainer später zum DFB-Team anreisen, das sich bis zum Mittag im Teamhotel versammelte. "Özil kommt entschuldigt verspätet", berichtete der DFB nach der Anreise der übrigen 21 Akteure.

Dass der Ex-Schalker in Zukunft in London bei den "Gunners" mit seinen Nationalelf-Kollegen Lukas Podolski und Per Mertesacker zusammenspielen wird und damit auch - wie im Vorjahr mit Real Madrid - schon wieder in der Champions League auf Borussia Dortmund treffen wird, hatte niemand erwartet. "Das habe ich noch gar nicht gehört", sagte Chelsea-Profi André Schürrle bei seiner Ankunft am Teamhotel in der Münchner Innenstadt. "Der letzte Transfertag ist ein Tag, an dem viel passieren kann", meinte er. Er sollte recht behalten.

 

Mesut Özil, Ex-Profi von Werder Bremen und des FC Schalke 04, werde bei Arsenal einen langfristigen Vertrag erhalten. „Es waren tolle Gespräche mit Arsène Wenger. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm. Ich möchte das Vertrauen, das mit der Trainer entgegenbringt rechtfertigen. Ich bin trotzdem voller Stolz auf die drei Jahre bei Real Madrid“, übermittelte Mesut Özil am Abend der dpa.

Bei den „Königlichen“ sah er nach dem Rekordtransfer von Gareth Bale aber offensichtlich keine Zukunft mehr für sich, am Sonntag hatte Özil beim 3:1-Heimsieg gegen Athletic Bilbao schon 90 Minuten auf der Bank schmoren müssen. Arsenal soll für die Dienste des Spielmachers, der 2010 vom SV Werder Bremen zu Real gewechselt war, laut englischen Medienberichten rund 50 Millionen Euro zahlen – halb so viel wie Madrid für Bale an Tottenham Hotspur hinlegen musste.

 

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