Nürnberg: Stark geht, Margreitter kommt

Hertha is calling: Nach dem mäßigen Zweitligastart muss Club-Trainer René Weiler den Verlust von Defensivtalent Niklas Stark schlucken. Ein Österreicher soll der wackligen Abwehr Halt verleihen.  
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Niklas Stark - hier im Duell mit dem Sechzger Christopher Schindler - spielte mit Deutschland bei der U20-WM in Neuseeland.
dpa Niklas Stark - hier im Duell mit dem Sechzger Christopher Schindler - spielte mit Deutschland bei der U20-WM in Neuseeland.

Hertha is calling: Nach dem mäßigen Zweitligastart muss Club-Trainer René Weiler den Verlust von Defensivtalent Niklas Stark schlucken. Ein Österreicher soll der wackligen Abwehr Halt verleihen.

Nürnberg - Am Tag nach der Niederlage beim Tabellenführer VfL Bochum bekamen die Hoffnungen auf eine sportliche Renaissance des 1. FC Nürnberg in der 2. Fußball-Bundesliga mit dem Verkauf von Defensivtalent Niklas Stark einen weiteren Dämpfer.

Der Club lässt den U19-Europameister für eine Ablösesumme von rund drei Millionen Euro zum Bundesligisten Hertha BSC ziehen. Am Montagnachmittag präsentierten die Franken prompt einen Ersatz: Der Österreicher Georg Margreitter, der zuletzt beim englischen Zweitligisten Wolverhampton Wanderers unter Vertrag stand, unterschrieb einen Kontrakt, dessen Laufzeit der FCN nicht bekanntgab.

Lesen Sie hier: Alle Gerüchte im Transfer-Liveticker

Der 26 Jahre alte Innenverteidiger soll den FCN im Abwehrbereich flexibler aufstellen und für mehr Stabilität sorgen, wie Fußballchef Wolfgang Wolf äußerte. "Er bringt reichlich Erfahrung mit und ist jemand, der als Führungsspieler in der Abwehr Verantwortung übernehmen kann."

 

Zwei Personalien gibt es am heutigen Montag zu vermelden:Der Club hat mit Georg Margreitter einen neuen Abwehrspieler...

Posted by 1. FC Nürnberg on  Montag, 24. August 2015

 

Margreitter sagte, er freue sich "total auf die Aufgabe" in Nürnberg. Der Österreicher war 2012 nach England gewechselt und von Wolverhampton zwischenzeitlich an den FC Chesterfield und den FC Kopenhagen ausgeliehen worden. Den Abgang von Defensivtalent Stark hatte FCN-Trainer René Weiler nach dem Training am Vormittag bestätigt und dabei sportlich von einem "Verlust für uns" gesprochen. Der Wechsel hatte ganz offensichtlich finanzielle Hintergründe.

"Er ist für den Club wohl erheblich", sagte Weiler. "Wenn das Transfergeld dem Verein gut tut, dann muss man diese Entscheidung als Trainer auch akzeptieren."

Der 20-jährige Stark unterzeichnete in Berlin einen Vertrag bis 2019 und trainierte schon am späten Nachmittag mit seinem neuen Team. "Die Entscheidung ist mir schwergefallen. Ich bin beim Club groß geworden und habe dem Verein ganz viel zu verdanken. Mein klares Ziel war immer, erste Liga zu spielen. Den nächsten Schritt in meiner persönlichen Karriere sehe ich in Berlin. Dem Club drücke ich natürlich auch in Zukunft noch die Daumen", erklärte Stark zum Abschied auf der Internetseite des 1. FC Nürnberg.

Das Eigengewächs aus Neustadt an der Aisch war im Alter von neun Jahren zum Club gekommen. Beim 1:2 in Bochum konnte ihn Weiler letztmals einsetzen. Stark war im defensiven Mittelfeld noch der beste Nürnberger.

Der scheidende Sportvorstand Martin Bader warb dennoch um Verständnis für den Verkauf von Stark: "Es gab in der Vergangenheit immer wieder Angebote für ihn und gerade in den vergangenen Wochen intensiven Kontakt, den wir stets abgeblockt haben. Doch Nik wollte nun unbedingt den nächsten Schritt machen und in der Bundesliga spielen. Wenn der wirtschaftliche Rahmen und der Wunsch des Spielers immer konkreter werden, sehen wir uns verpflichtet, uns seriös damit auseinanderzusetzen."

Mit Margreitter für Stark wollen die Nürnberger nach dem schwachen Saisonstart mit nur vier Punkten aus vier Spielen sein ehrgeiziges Ziel weiterverfolgen, so lange wie möglich um den Aufstieg mitzukämpfen.

Neun erzielte Tore sind okay, schon zwölf Gegentreffer sind für ein vermeintliches Spitzenteam jedoch indiskutabel. "Wir müssen noch entschlossener auftreten und defensiv noch enger stehen", forderte Torwart Thorsten Kirschbaum nach dem 1:2 in Bochum.

Dem Heimspiel am kommenden Sonntag gegen die noch schlechter gestartete Düsseldorfer Fortuna mit dem Fürther Ex-Trainer Frank Kramer kommt bereits früh in der Saison eine Schlüsselrolle zu. "Wir müssen uns auf jeden Fall steigern", erklärte Routinier Jan Polak.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren