Messi-Aus beim FC Barcelona: Und jetzt PSG?

Lionel Messi verlässt den FC Barcelona, er erhält keinen neuen Vertrag - aufgrund "wirtschaftlicher und struktureller Hindernisse". Zieht es ihn zu Paris Saint-Germain? Es gibt wohl schon Kontakt.
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Wohin führt der Weg von Lionel Messi?
Wohin führt der Weg von Lionel Messi? © Fernando Pidal/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Barcelona - Lionel Messi strahlt in die Kamera - an seiner Seite Neymar, Angel Di Maria, Leandro Paredes und Marco Verratti. Ein Urlaubsfoto vom Mittwoch bekommt nach einem der "größten Schockmomente in der Fußball-Historie", wie die englische Boulevardzeitung "Sun" den Abschied von Messi vom FC Barcelona dramatisch nannte, plötzlich eine ganz neue Bedeutung.

Wechsel zu Paris steht wohl bevor

Der Superstar gut gelaunt zusammen mit den Größen von Paris St. Germain, vereint mit seinem Kumpel Neymar - da lag bei vielen Experten schnell die Schlussfolgerung nahe, dass der 34-Jährige nach dem Ende einer 21-jährigen Ära bei Barça künftig das Trikot von PSG tragen wird.

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Schon länger gilt der aus Katar finanzierte Klub, der mit aller Macht auf Europas Fußball-Thron strebt, als Favorit auf einen spektakulären Wechsel des ablösefreien Argentiniers. "The Athletic" berichtete am Freitag, dass der sechsmalige Weltfußballer am Donnerstagabend schon Kontakt zu PSG-Coach und Landsmann Mauricio Pochettino aufgenommen habe.

Auch der Topklub aus der Ligue 1 hat angeblich schon mit Messi und dessen Vater und Manager Jorge gesprochen. Neymar, der einst schon an der Seite von Messi in Barcelona stürmte, macht sich ohnehin schon länger für einen Transfer des Zauberflohs stark.

FC Bayern sicher raus - Rückkehr zu Pep?

Immer wieder wird aber auch das milliardenschwere Manchester City als aussichtsreicher Kandidat genannt. Zusammen mit dem jetzigen City-Coach Pep Guardiola hatte Messi einst die wohl erfolgreichste Barça-Ära geprägt.

Allerdings: Der englische Meister verpflichtete am Donnerstag Jungstar Jack Grealish für 118 Millionen Euro von Aston Villa. Zudem soll Torjäger Harry Kane von Tottenham Hotspur kommen. Und dann auch noch Messi?

Finanziell gibt es wenige Klubs, die sich den kleinen Argentinier leisten könnten. Der FC Chelsea vielleicht noch oder Manchester United, sicher aber nicht der deutsche Branchenkrösus FC Bayern. Messi hatte zuletzt angeblich ein Jahresbruttogehalt von knapp 140 (!) Millionen Euro bezogen. Im Vergleich dazu: Bayerns Torgarantie und Spitzenverdiener Robert Lewandowski erhält beim Rekordmeister dem Vernehmen nach "nur" 23 Millionen Euro.

Messi-Abschied schlägt ein wie eine "Bombe"

Sicher ist aktuell nur, dass der plötzliche Abschied von Ikone Messi nach 778 Pflichtspielen, 672 Toren, 305 Vorlagen und phänomenalen 35 Titeln für den FC Barcelona eine "Bombe" ("El Mundo Deportivo") oder ein "Drama" ("Sport") ist. "Das tut richtig weh", titelte das Blatt. Ende, Legende. Auch Messi selbst soll unter Schock stehen, schrieben einige Medien unter Berufung auf Vertraute des Argentiniers. Mit diesem überraschenden Ausgang habe er nicht gerechnet.

Die Zusammenarbeit könne aufgrund "wirtschaftlicher und struktureller Hindernisse" nicht fortgesetzt werden, hatte das hoch verschuldete Barça lapidar mitgeteilt und damit ein fußballerisches Erdbeben ausgelöst. Das Risiko sei "zu hoch" gewesen, betonte Klubpräsident Joan Laporta am Freitag und ergänzte: Messi habe "andere Angebote".

Dabei hatten zuletzt alle Anzeichen für eine Vertragsverlängerung des 34-Jährigen gesprochen. Barcelona hatte bestätigt, dass man grundsätzlich eine Einigung erzielt habe. Messi soll seinem Herzensklub sogar entgegengekommen und zu einem Gehaltsverzicht von 50 Prozent bereit gewesen sein. Doch selbst das genügte am Ende nicht.

"Eine der schönsten Geschichten im Weltfußball geht zu Ende. Der Tag, den wir uns nie vorgestellt haben, ist da", schrieb die argentinische Sportzeitung "Olé". Ein Tag, der auch für die spanische Liga ein Albtraum sein dürfte. LaLiga verliert in Bezug auf die (Auslands-)Vermarktung IHR Aushängeschild.

Zuletzt hatte bereits Sergio Ramos, Kapitän von Real Madrid, der Primera Division den Rücken gekehrt und war zu PSG gewechselt. Cristiano Ronaldo und Neymar sind in Spanien ohnehin schon längst Vergangenheit.

Und jetzt geht auch noch Messi. Ein Drama!

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