Mensch Messi! Chelsea steht im Finale

Der FC Chelsea hat den Traum des FC Barcelona von der Titelverteidigung in der Champions League brutal zerstört. Ausgerechnet  Lionel Messi versagten die Nerven.
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Nach einer Tätlichkeit...
dpa 6 Nach einer Tätlichkeit...
...fliegt Chelsea-Kapitän John Terry vom Platz.
dpa 6 ...fliegt Chelsea-Kapitän John Terry vom Platz.
Zweikampf im Spiel Barcelona gegen den FC Chelsea.
dpa 6 Zweikampf im Spiel Barcelona gegen den FC Chelsea.
Zweikampf im Spiel Barcelona gegen den FC Chelsea.
dpa 6 Zweikampf im Spiel Barcelona gegen den FC Chelsea.
Barcelona hatte zwischenzeitlich schon mit 2:0 vorangelegen.
dpa 6 Barcelona hatte zwischenzeitlich schon mit 2:0 vorangelegen.
Doch am Ende jubelte Chelsea London über den Euinzug ins Finale.
dpa 6 Doch am Ende jubelte Chelsea London über den Euinzug ins Finale.

Der FC Chelsea hat den Traum des FC Barcelona von der historischen Titelverteidigung in der Champions League brutal zerstört. Ausgerechnet "Barcas" Weltfußballer Lionel Messi versagten die Nerven.

Barcelona - Trotz 55-minütiger Unterzahl konnten die Engländer sechs Tage nach dem 1:0-Sieg in London nach dem 2:2 (1:2) im Halbfinal-Rückspiel erst richtig jubeln: Denn dank der genialen Auswärtstore von Ramires (45.+1) und Fernando Torres (90.+1) steht die Mannschaft von Interimstrainer Roberto di Matteo zum zweiten Mal nach 2008 im Finale der Königsklasse. Chelsea wäre damit Gegner des FC Bayern, sollten die Münchner am Mittwoch bei Real Madrid ebenfalls den Einzug ins Endspiel in München schaffen.

Ausgerechnet "Barcas" Weltfußballer Lionel Messi versagten am Dienstagabend die Nerven: In der 49. Minute hämmerte der Superstar aus Argentinien einen Strafstoß an die Latte - es wäre sein 15. Saisontreffer in der europäischen Superliga gewesen. Nach 35 Minuten hatte Sergio Busquets das Hinspielresultat für den spanischen Meister egalisiert, Andrés Iniesta (43.) baute die Führung vor 94 000 Zuschauern im ausverkauften Camp Nou aus.

Doch der Tabellen-Sechste der Premier League behielt auch die Nerven, nachdem Kapitän John Terry nach 35 Minuten wegen einer Tätlichkeit vom Platz geflogen war. Der Brasilianer Ramires traf unmittelbar vor der Pause mit einer herrlichen Bogenlampe, ausgerechnet der Spanier Torres machte dann mit einem Solo in der Nachspielzeit die Überraschung perfekt. Schon nach knapp drei Minuten hätte Barca das 0:1 vom Hinspiel wettmachen können - Messi jagte den Ball aus zehn Metern ans Außennetz. Wenig später vertändelte Alexis Sanchez eine gute Chance in bester Position.

Die Spanier waren hellwach: Drei Tage nach der bitteren 1:2-Heimniederlage im Clásico gegen Real Madrid und der de facto verspielten Meisterschaft war der Siegeswille wieder erwacht. Trainer Josep Guardiola hatte sein Team im Vergleich zum Gipfeltreffen in der Primera Division auf vier Positionen verändert.

Offensive war Trumpf. Aber selbst das Powerplay gegen das massierte Mittelfeld und den Abwehrriegel der Londoner wurde zur Geduldsprobe. Als Superstar Messi sogar eine "Hunderprozentige" vergab, stöhnten die Fans: Nach Hackentrick von Cesc Fabregas kam der Argentinier frei zum Schuss - Chelseas Keeper Petr Cech parierte mit dem Fuß (19.). Chelsea kam kaum an den Ball, setzte aber Nadelstiche: Der Schuss des Hinspiel-Torschützen Didier Drogba landete am Außennetz (25.). Kurz darauf musste Guardiola schon wechseln: Verteidiger Gerard Piqué war bei einem Zusammenprall mit seinem eigenen Torwart Victor Valdes fast k.o. gegangen und kam nicht mehr richtig auf die Beine. Mit Verdacht auf Gehirnerschütterung musste er ins Krankenhaus.

Nach 34:30 Minuten war der Bann gebrochen, als Busquets nach Vorlage von Isaac Cuenca traf. Weltmeister Iniesta legte nach, Ramires schockte den Titelverteidiger mit seinem Konter-Traumtor. Nach dem Platzverweis für Kapitän John Terry mussten die Londoner aber rund 55 Minuten lang mit neun Feldspielern auskommen und hatten Glück, als Pechvogel Messi in der 83. Minute nur den Pfosten traf und auch Javier Mascherano in der Schlussminute die Siegchance vergab.

 

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