Matchwinner Einsiedler: "Jetzt ist er im Urlaub"

Unterhachings Trainer Claus Schromm spricht im AZ-Interview über die Pokalsensation und den ungewöhnlichen Reisezeitpunkt seines Matchwinners Markus Einsiedler.
| Marcel Burger
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Claus Schromm (r), der 46-jährige Trainer der SPVgg Unterhaching im AZ-Interview über die Pokalsensation und den Doppeltorschützen Markus Einsiedler.
dpa/Rauchensteiner/Augenklick/AZ Claus Schromm (r), der 46-jährige Trainer der SPVgg Unterhaching im AZ-Interview über die Pokalsensation und den Doppeltorschützen Markus Einsiedler.

AZ: Herr Schromm, Ihre Mannschaft sorgte mit dem 2:1 gegen Ingolstadt für eine echte Pokal-Sensation. Wie wurde gefeiert?

CLAUS SCHROMM: Nach dem Spiel war die Stimmung natürlich sehr ausgelassen, auch in der Kabine. Die Jungs haben kurzfristig einen Teamabend gemacht und gestern freibekommen. Uns ist es gelungen, national ein schönes Ausrufezeichen zu setzen. Das ist auch Grund und Zeit, um ausgelassen zu feiern – und heute geht es dann wieder weiter.

Sie waren also nicht bis zum Schluss beim Feiern dabei?

Nein! Wenn die Jungs feiern, dann hat der Trainer da nichts verloren.

Matchwinner war Markus Einsiedler mit einem Doppelpack. Was haben Sie ihm vor dem Spiel gesagt?

Eigentlich genau das Gleiche wie in der Woche zuvor. Man gibt dem Spieler ja keinen besonderen Trank oder besondere Instruktionen. Der „Siedler“ kam in der Liga bisher noch nicht so zum Zug. Das hat aber auch damit zu tun, dass er von bisher drei auf sechs oder sieben Trainingseinheiten hochgegangen ist. Im letzten Spiel gegen Schweinfurt war er schon besser und gegen Ingolstadt hat er ja auch nicht nur die Tore gemacht, sondern sich auch bei den vielen langen Bällen sehr gut behauptet.

Allerdings steht er jetzt erst einmal zwei Wochen nicht zur Verfügung. Wie kam es dazu?

Wir sind im Sommer auf ihn zugegangen und haben ihn gefragt, ob er er sich vorstellen könnte, zu uns zu wechseln. Da meinte er, wir bräuchten uns gar nicht zu treffen, weil er für August schon einen Urlaub in Vietnam gebucht hätte und das nicht mit unseren Vorstellungen zu vereinbaren wäre. Da war das Thema für ihn eigentlich schon wieder gegessen. Aber wir haben gesagt, wir würden uns trotzdem gerne mit ihm zusammensetzen. Zwei Wochen sind ja schließlich nicht die Welt. Wir sind dann zusammengekommen und haben das auch gleich vor der Mannschaft kommuniziert. Und jetzt ist er im Urlaub, am Montag ist er mit seiner Freundin abgeflogen.

Ihr Kader hat ein Durchschnittsalter von nur 20,8 Jahren. Kam der starke Auftritt gegen einen Bundesligisten auch für Sie überraschend?

Dass wir eine gute Leistung abrufen, darauf hätte ich gesetzt. Aber darauf, dass wir weiterkommen, nicht. Das hat dann auch etwas mit dem Lauf des Spiels zu tun. Man kann so ein Spiel nur erfolgreich gestalten, wenn der Gegner die eine oder andere Chance vergibt und man selbst die wenigen, die man bekommt, eiskalt ausnutzt.

Was bedeutet solch ein Sieg nach den eher erfolgsarmen letzten Jahren für den Verein?

Sehr, sehr viel. Auf der einen Seite ist da das Finanzielle. Aber viel wichtiger ist, dass die jungen Spieler sich beweisen konnten und wir für eine Überraschung sorgen konnten. Das ist unbezahlbar.

Wen wünschen Sie sich als nächsten Gegner?

Ich denke, es sind immer die üblichen Verdächtigen, allerdings wünscht die sich jeder.

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