Magath bleibt angeblich nur bis zum Saisonende

Medienberichten zufolge trennt sich Fußball-Bundesligist FC Schalke von Felix Magath zum Saisonende. Als Nachfolger werde ein junger Trainer gesucht, heißt es.
| dpa
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Medienberichten zufolge trennt sich Fußball-Bundesligist FC Schalke von Felix Magath zum Saisonende. Als Nachfolger werde ein junger Trainer gesucht, heißt es.

Gelsenkirchen – Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 trennt sich nach Medienangaben zum Saisonende von seinem Trainer Felix Magath. Die Führungsgremien des Clubs haben sich nach Informationen der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ) auf diese Lösung verständigt, wie die Zeitung in der Nacht zum Mittwoch auf ihrer Internetseite berichtete. An der Entscheidung könne selbst ein möglicher Einzug der Schalker ins Viertelfinale der Champions League nichts mehr ändern. In der Bundesliga ist das Team nur Zehnter.

Die Gelsenkirchener treffen am heutigen Mittwoch im Achtelfinal-Rückspiel der „Königsklasse“ auf den FC Valencia – und haben nach dem 1:1 im Hinspiel gute Aussichten auf ein Weiterkommen. Magaths Vertrag auf Schalke läuft eigentlich noch bis Juni 2013. Möglich sei nun allerdings sogar, dass der 57-Jährige bei weiter enttäuschenden Leistungen in der Bundesliga sogar schon vor dem Saisonende den Laufpass bekommt, berichtete die „WAZ“.

Als Nachfolger werde nun ein junger Trainer gesucht, der ab dem 1. Juli Magaths Aufgaben übernehmen soll. Gestärkt werde auch die Position von Sportdirektor Horst Heldt, der zum Manager aufsteigen soll. Bisher ist Magath sowohl Trainer, Manager als auch Mitglied der Geschäftsführung von Schalke 04. Magath kam im Sommer 2009 als eine Art neuer „Alleinherrscher“ in den Ruhrpott, nachdem er mit ähnlichem Machtumfang den VfL Wolfsburg in der Saison 2008/2009 unverhofft zum deutschen Meister gemacht hatte.

Mittelfristig sollte der Aschaffenburger auch Schalke an die Spitze der Bundesliga-Tabelle führen. Zuletzt aber geriet Magath auch bei den eigenen Anhängern immer mehr in die Kritik. Seiner Mannschaft fehlte in dieser Saison neben dem Erfolg auch ein erfolgsversprechendes Spielsystem – mit einem Platz im Mittelfeld der Bundesliga liegt das teure Ensemble deutlich hinter den eigenen Ansprüchen. Einzig in den Pokalwettbewerben überzeugte Magaths Team in der laufenden Saison bisher wirklich.

International in der Champions League, wo Schalke problemlos die Gruppenphase überstand und nun auf den Einzug in die Runde der letzten Acht hoffen darf; national im DFB-Pokal, wo Magaths Elf erst in der vergangenen Woche überraschend den deutschen Rekordmeister FC Bayern München auswärts mit 1:0 schlug und ins Finale einzog. Schlecht an kam in jüngster Vergangenheit auch die eigenwillige Transferpolitik Magaths. Erst in der Winterpause holte der Coach fünf neue Spieler nach Schalke – darunter Oldies, die bisher kaum oder gar keine Spielpraxis erhielten (Angelos Charisteas, Ali Karimi). Erst zuletzt hatte die „Bild“-Zeitung berichtet, dass in den Clubgremien eine Trennung von Magath zum Saisonende zumindest diskutiert werde. „Ich mache mir keine Sorgen“, hatte Magath selbst gesagt.

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