Löw sucht Mertesacker-Partner

Tasci, Westermann und Friedrich in der Verlosung: Wem gibt der Bundestrainer gegen Aserbaidschan?
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Sucht einen Partner für Per Mertesacker: Bundestrainer Jogi Löw.
dpa Sucht einen Partner für Per Mertesacker: Bundestrainer Jogi Löw.

HANNOVER - Tasci, Westermann und Friedrich in der Verlosung: Wem gibt der Bundestrainer gegen Aserbaidschan?

Ein letzter Test bleibt Joachim Löw noch. Seit der Fußball-Europameisterschaft 2008 fahndet der Bundestrainer in der Innenverteidigung nach einem Stammduo, einen Monat vor dem WM- Qualifikations-Endspiel in Russland drängt die Zeit. 90 Minuten bleiben Löw für eine letzte Sichtung am Mittwoch in Hannover gegen Aserbaidschan, um den Partner an der Seite des gesetzten Chefs Per Mertesacker für das Länderspiel des Jahres am 10. Oktober in Moskau zu finden. „Es geht nicht um Personen, sondern um die beste Besetzung der Position“, bemerkte Abwehrchef Mertesacker zum Dreikampf zwischen Youngster Serdar Tasci (VfB Stuttgart), Heiko Westermann (Schalke 04) und Routinier Arne Friedrich (Hertha BSC).  

Löw weiß um die Probleme in der wichtigen Sicherheitszone, die auch beim 2:0 gegen Südafrika in einigen Szenen sichtbar waren, aber dank Torhüter René Adler nicht bestraft wurden. „Es gab insgesamt in der Rückwärtsbewegung die eine oder andere Unsicherheit“, räumte der Bundestrainer ein. Er hatte Platzhirsch Mertesacker eine Pause gegönnt, ließ Tasci, Friedrich und Westermann vorspielen. Und ein Lob von Löw bekam vor allem der 30-jährige Friedrich, der die Kommandos gab: „Wir haben schon gesehen, dass der Arne das organisatorisch sehr gut gelöst hat, weil wir gesagt haben, wir wollen mit der Abwehr nicht immer so weit zurückhängen, sondern nach vorne gehen.“

Dem 22-jährigen Tasci gehört die Zukunft, und Löw fördert ihn seit längerem. Aber auch gegen die harmlosen Südafrikaner wackelte der in der Spieleröffnung befähigte Tasci mehrfach, einmal bekam er einen heftigen Anpfiff vom Kapitän. „Ein-, zweimal hatte er Situationen mit Michael Ballack, wo er anders hätte entscheiden müssen“, bemerkte auch Löw, der unter dem Strich nach dem Südafrika-Test festhielt: „Arne Friedrich und Heiko Westermann haben gezeigt, dass sie berechtigte Ansprüche haben auf einen der Innenverteidiger-Plätze.“

Seit der EM 2008, bei der Mertesacker noch alle Partien mit dem seitdem wegen seiner Ersatzspieler-Rolle bei Real Madrid nicht mehr eingesetzten Christoph Metzelder zusammengespielt hatte, hat Löw in 13 Länderspielen – in denen es 10 Gegentore gab – sieben Pärchen eingesetzt. Die meiste Zeit agierten Mertesacker/Tasci zusammen, die in 338 Spielminuten nur ein Gegentor zuließen. Auch mit dem Schalker Westermann hat Mertesacker dreimal zusammengespielt (2 Gegentore), unter anderem auch beim wichtigen 2:1-Hinspielsieg gegen Russland. Der 26-jährige Westermann hat allerdings aktuell das Handicap, dass er bei Schalke unter Trainer Felix Magath nicht im Abwehrzentrum, sondern im defensiven Mittelfeld spielen muss.

Nur die Formation Mertesacker/Friedrich hat Löw noch nicht ausprobiert. Passiert dies gegen Aserbaidschan? Friedrich müsste dafür auf die ungewohnte linke Innenverteidiger-Position rücken. „Das wäre kein Problem. Von der Körperdrehung wäre das nur eine kleine Umstellung“, erklärte der 67-malige Nationalspieler. „Drei streiten um den Platz neben Per. Und ich hoffe, der Trainer wird auf mich zurückgreifen“, sagte Friedrich.

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