Leverkusen schlägt Fürth mit 2:0

Sidney Sam hieß der Matchwinner beim Spiel Leverkusen gegen Fürth. Zur Halbzeit wurde er eingewechselt um daraufhin die Leverkusner mit zwei Toren zum Sieg zu schießen.
| dapd
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Sidney Sam hieß der Matchwinner beim Spiel Leverkusen gegen Fürth. Zur Halbzeit wurde er eingewechselt um daraufhin die Leverkusner mit zwei Toren zum Sieg zu schießen.

Leverkusen - Joker Sidney Sam hat Bayer Leverkusen in der Erfolgsspur gehalten. Der flinke Außenstürmer erzielte beide Treffer für Bayer Leverkusen zum 2:0 (0:0) gegen Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth und bescherte den Rheinländern nahezu im Alleingang den zweiten Sieg innerhalb von vier Tagen. Mit zehn Punkten bewegen sich die Leverkusener damit wieder in höheren Tabellenregionen. Die Fürther müssen dagegen in ihrer ersten Bundesliga-Spielzeit weiter Lehrgeld bezahlen und liegen mit vier Zählern im Tabellenkeller.

„Die erste Halbzeit war ordentlich, da haben wir Leverkusen wenig Raum zum Entfalten gegeben. Aber vorn müssen wir zwingender werden. Und das Abenteuer Bundesliga einfach noch mehr genießen“, sagte Fürths Edgar Prib.

Die Weichen auf Sieg stellte für Leverkusen aber erst Sam nach seiner Einwechslung zur Pause, als er zweimal zuschlug (50. und 62. Minute). Dabei hatte der 24-Jährige unter der Woche noch für Negativschlagzeilen gesorgt, als er wegen Trunkenheit am Steuer zu einer Geldstrafe von 605 Euro und einem Monat Fahrverbot verurteilt worden war.

25.798 Zuschauer in der Leverkusener BayArena sahen zunächst eine niveauarme Partie, in der die Franken größtenteils darauf bedacht waren, das eigene Tor abzusichern. Leverkusen übernahm von Beginn weg die Spielkontrolle, wusste aber oftmals damit nichts anzufangen. Insbesondere vor dem Tor agierten die Rheinländer zu umständlich. Dabei waren die Fürther, die sich viele Ballverluste im Spielaufbau leisteten, gerade dann verwundbar, wenn es schnell ging.

Wenige Chancen in der ersten Halbzeit

Chancen gab es in der ersten Halbzeit auch, wenngleich nicht sehr viele. Zunächst prüfte Andre Schürrle mit einem harmlosen Schuss aus 16 Metern den Fürther Torhüter Max Grün (2.). Dann war es Karim Bellarabi, der nach einem langen Ball vor Grün auftauchte. Der konnte nicht richtig klären, doch anschließend verstolperte Stefan Kießling den Ball (9.). Gefährlicher waren die Leverkusener nach Standardsituationen. Erst köpfte Kießling nach Ecke von Gonzalo Castro den Ball direkt in die Arme von Grün (24.), drei Minuten später hatte Bayer-Verteidiger Philipp Wollscheid die Lufthoheit, sein Kopfball landete auf dem Kopf von Simon Rolfes, der knapp verzog. 

Kurz vor der Pause wurden die Fürther, die bei ihrer Zweitliga-Meisterschaft in der Vorsaison noch durch herrlichen Offensivfußball begeistert hatten, ein wenig mutiger und kamen auch zu ersten Möglichkeiten. Dabei setzte Heinrich Schmidtgal aus spitzem Winkel den Ball über das Tor (41.). Kurz darauf vergab Bernd Nehrig aus halbrechter Position die bis dato beste Möglichkeit, woraufhin sich bei den verwöhnten Bayer-Fans erster Unmut breitmachte.

Sam-Einwechslung ein Glücksgriff

Zur zweiten Halbzeit änderte sich bei den Leverkusenern, die am Donnerstag in ihrem zweiten Europa-League-Spiel bei Rosenborg Trondheim antreten müssen, mit der Hereinnahme von Sam das Bild. Der Außenstürmer brachte gleich Schwung ins Spiel. Und Sam war es auch, der für das Führungstor sorgte. Nach Pass von Schürrle ließ er Thomas Kleine aussteigen und schlenzte den Ball ins Tor. Zwölf Minuten später war er wieder zur Stelle, nachdem Daniel Carvajal den Ball stark erkämpft und Sam in Szene gesetzt hatte. Zuvor hatte sich Kießling bei zwei Großchancen weniger geschickt angestellt (53. und 57.).

 

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