„Lehmann in die Geschlossene!“

Ex-Nationaltorwart gibt Tim Wiese die Schuld am 0:1 gegen Tottenham in der Champions League. Da schlägt der Bremer Keeper zurück.
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Bremens Torwart Tim Wiese.
dpa Bremens Torwart Tim Wiese.

Ex-Nationaltorwart gibt Tim Wiese die Schuld am 0:1 gegen Tottenham in der Champions League. Da schlägt der Bremer Keeper zurück.

BREMEN Was die Fans begeistert, kann die Beteiligten in den Wahnsinn treiben. Und so freute sich Torwart Tim Wiese nur sehr begrenzt über das Ein-Punkt-Happy-End von Werder Bremen nach einer dieser fast schon typischen Aufholjagden im Weserstadion. Er schimpfte vielmehr nach dem 2:2 gegen Tottenham Hotspur zum Start der Champions League: „Das war Kasperle-Theater in den ersten 30 Minuten.“ Und ironisch fügte er an: „Wahrscheinlich war das ein Erschöpfungssyndrom.“

Wiese war stinkesauer. Er musste schon früh die Gegentreffer durch Petri Pasanen (12./Eigentor) und Peter Crouch (18.) hinnehmen. „Das war schlecht“, schimpfte der Tormann, der später Schlimmeres verhinderte: „Wir spielen hier schließlich nicht in der Oberliga, sondern in der Champions League.“

Wiese war bedient. Auch weil ihm der frühere Nationaltorwart Jens Lehmann vorgeworfen hatte, beim 0:1-Eigentor nicht auf dem Posten gewesen zu sein und schlecht gestanden zu haben. „Was soll ich denn da bitte machen? Gehe ich ein Stück in die Mitte, geht der Ball ins kurze Eck rein. Ich weiß nicht, warum über so ein Tor diskutiert wird“, echauffierte sich Wiese laut „bild.de“ über die Kritik des „sky“-Kommentators Lehmann – um dann seinerseits zurückzuschlagen: „Der Lehmann soll in die Muppet-Show gehen. Der Mann gehört auf die Couch. Vielleicht wird ihm da geholfen. Einweisen – am besten in die Geschlossene!“

Wiese und Lehmann, Feinde fürs Leben? Schon vor der WM waren die beiden aneinander geraten, als Lehmann gegen Wiese als möglichen Nationaltorwart Stimung gemacht hatte.

Zurück zu Werder. „Die Erleichterung überwiegt“, kommentierte Klubchef Klaus Allofs die Treffer von Hugo Almeida (43.) und Marko Marin (47.), die einen Punkt retteten und den totalen Fehlstart verhinderten. „Wenn man nach einem 0:2 noch zurückkommt, dann ist das ein Riesenergebnis.“ Allofs wirkte entspannt und bezeichnete sich als „zufrieden, wenn man die ersten 20 Minuten ausklammert“. Trainer Thomas Schaaf ärgerte sich über Fehler wie zu Beginn der Partie maßlos: „Es ist so, dass man sich immer wieder fragt, wie kann so etwas passieren. Wir haben sie spielen lassen. Wir haben zu spät angefangen zu laufen. Da waren wir zu passiv.“ Aber der Coach sah auch Positives: „Das ist eine große Qualität, dass die Mannschaft nicht aufgibt.“

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