Last-Minute-Team Frankfurt: Sieg im Kellerduell mit Fürth

Greuther Fürth spielt gut, kämpft - und ist das bessere Team. Doch wieder einmal schlägt Eintracht Frankfurt in letzter Minute zu und sichert sich den so wichtigen Dreier. Für einen Frankfurter besonders emotional.
| Von Jordan Raza, dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Frankfurts Rode (r) und Kamada (l) jubeln nach dem Tor vor Fürths Funk (u) und Meyerhöfer.
Frankfurts Rode (r) und Kamada (l) jubeln nach dem Tor vor Fürths Funk (u) und Meyerhöfer. © Daniel Karmann/dpa
Fürth

Eintracht-Keeper Kevin Trapp hatte nach Schlusspfiff Tränen in den Augen, so intensiv war es zugegangen. Die Erleichterung über das glückliche 2:1 im emotionalen Kellerduell der Fußball-Bundesliga bei der SpVgg Greuther Fürth war dem Schlussmann der Frankfurter deutlich anzusehen. Bereits zum dritten Mal in Folge erzielten die Hessen den erlösenden Treffer in der Nachspielzeit - wie schon in der Europa League gegen Olympiakos Piräus führte er zum Sieg. "Ich bin mächtig stolz heute auf die Truppe, auf ihre Einstellung und ihre Mentalität", lobte Trainer Oliver Glasner am Sonntagabend seine Mannschaft.

In einer turbulenten Schlussphase erlösten Joker Sebastian Rode (76.) und Rafael Santos Borré (90.+3) die Frankfurter mit dem zweiten Saisonsieg, nachdem die Fürther das Spiel zuvor über weite Strecken dominiert hatten. Der fränkische Aufsteiger, der durch Cédric Itten zum zwischenzeitlichen Ausgleich gekommen war (90.+1), blieb auch in seinem 22. Bundesliga-Heimspiel der Vereinshistorie sieglos.

"Nach dem Ausgleich behaupte ich, dass 99 von 100 Mannschaften nicht mehr zurückkommen. Aber diese Jungs sind einfach unglaublich", schwärmte Glasner von der Leistung seiner Spieler. Die Frankfurter verschafften sich nach zuletzt drei sieglosen Spielen in der Liga zumindest etwas Luft im Tabellenkeller und verbesserten sich auf Platz 14.

Für Fürth geht die lange Durststrecke hingegen weiter. Die Kleeblätter sind nun das erste Team der Bundesliga-Historie, das nach elf Spieltagen nur einen Punkt hat. "Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum es uns so in dieser Form erwischt", sagte Fürth-Coach Stefan Leitl. Er habe keine Antworten für die Niederlage.

Dabei hatte Fürth in dieser Saison nie mehr Torschüsse als im Spiel gegen die Eintracht. Doch der Bundesliga-Aufsteiger konnte sich abermals nicht belohnen. Der Klassenverbleib rückt in immer weitere Ferne. Ganze acht Punkte beträgt der Rückstand nun schon auf Relegationsplatz 16. "99 Prozent haben uns wahrscheinlich abgeschrieben, aber wir glauben immer noch dran", sagte Mittelfeldspieler Julian Green und gestand: "Ich war noch nie in so einer Situation."

© dpa-infocom, dpa:211107-99-905869/3

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren