Kritik an Mats Hummels: Aber Bastian Schweinsteiger wirkt selbst "hölzern"

Zum Eigentor von Mats Hummels sagt TV-Experte Bastian Schweinsteiger: "Es sieht sehr hölzern aus." Dies gilt aber auch für den Experten selbst.
| Maximilian Koch
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
2  Kommentare Artikel empfehlen
Mäßiger EM-Start: Schweinsteiger und Wellmer (l.).
picture alliance/dpa Mäßiger EM-Start: Schweinsteiger und Wellmer (l.).

München – Von allen EM-Duos vor der Kamera erhält das ARD-Gespann Jessy Wellmer (41) und Bastian Schweinsteiger (36) bislang die schlechtesten Kritiken - aus durchaus nachvollziehbaren Gründen.

Eher gezwungen-lustig kommen die Moderationen von Wellmer rüber, sie liefert zum Teil seltsame Sprüche. "Steht Italien schon mit einer halben Pizza im Achtelfinale?", fragte sie etwa zur Halbzeitpause beim 3:0-Sieg der Italiener gegen die Schweiz. Und Schweinsteiger macht es kaum besser.

Schweinsteiger wirkt schlecht informiert

Beim Abseitstor von Italiens Verteidiger Giorgio Chiellini griff der Videoassistent wegen eines Handspiels ein, der Schiedsrichter nahm den Treffer zurück. Schweinsteiger staunte: "Da gibt es wohl irgendeine Regel."

Der Weltmeister von 2014 wirkte bei seiner Analyse schlecht informiert über die Handregel, insgesamt macht er einen hölzernen Eindruck. Mit genau diesem Vorwurf bedachte Schweinsteiger übrigens seinen alten Teamkollegen Mats Hummels (32).

Lesen Sie auch

Lesen Sie auch

Löw: Kein Vorwurf an Mats Hummels

"Es sieht sehr hölzern aus", sagte Schweinsteiger zum entscheidenden Hummels-Eigentor gegen Frankreich (0:1): "Ich hätte von einem Mats Hummels erwartet, dass er den klären kann." Bundestrainer Joachim Löw hatte die unglückliche Aktion des Dortmunder Verteidigers anders bewertet. "Da kann man ihm keinen Vorwurf machen. Das ist natürlich Pech. Der Ball von außen kommt scharf nach innen."

Schweinsteiger sah schon in der Entstehung des Gegentors "viele, viele Fehler", er kritisierte zudem Löws Aufstellung. Ilkay Gündogan hätte er im offensiven Mittelfeld spielen lassen statt auf der Sechser-Position. "Bei Manchester City hat er in der Rolle überragend gespielt", erklärte Schweinsteiger, der dafür auf Kai Havertz verzichtet hätte. Als Sechser wäre bei ihm Emre Can (siehe oben) aufgestellt worden. "Can hätte Ilkay Gündogan und Toni Kroos entlastet."

Eine Option fürs Portugal-Spiel? Sicher ist: Das deutsche Mittelfeld muss sich steigern - wie Schweinsteiger.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 2  Kommentare – mitdiskutieren Artikel empfehlen
2 Kommentare
Artikel kommentieren