Kaufrausch: "Felix kann's nicht lassen"

Kurz vor Ende der Transferzeit schlägt Wolfsburgs Coach wieder zu. Drei Verteidiger sind schon da, kommen soll auch noch ein Stürmer.
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Kurz vor Ende der Transferzeit schlägt Wolfsburgs Coach wieder zu. Drei Verteidiger sind schon da, kommen soll auch noch ein Stürmer. Kjaer und Diego will Magath dagegen weiterhin loswerden.

Wolfsburg - Felix Magath hatte es schon fast geschafft. Entgegen seiner Gewohnheit hatte der Wolfsburger Coach in der Saison-Vorbereitung darauf verzichtet, die halbe Mannschaft auszutauschen. In Hasan Salihamidzic, Marco Russ und Christian Träsch hatte er nur drei neue Spieler geholt. Magath schien von seiner Kaufwut kuriert.

Bis der VfL Wolfsburg mit einem Sieg und zwei klaren Niederlagen in die Saison startete – und Magath im Transfermarktschlussverkauf mal wieder zur Hochform auflief. Wie schon beim FC Schalke, wo er in eineinhalb Jahren 40 Spieler holte und 30 ausmusterte. Als er letzten Winter dann die anderswo längst ausgemusterten Altstars Ali Karimi und Angelos Charisteas holte, war Magaths Kredit bei den Fans verspielt.

Doch auch für seine Wolfsburger bedient er sich jetzt munter von der Resterampe. Letzte Woche holte Magath überraschend den früheren Stuttgarter Thomas Hitzlsperger, am Montagabend vermeldete der Klub die Verpflichtung der Abwehrspieler Sotirios Kyrgiakos (32, einst Frankfurt, zuletzt Liverpool) und Hrvoje Cale (26, zuletzt Trabzonspor). Bald soll zudem noch der Brasilianer Chris (32, einst Frankfurt, zuletzt vereinslos) kommen, der schon in Wolfsburg mittrainiert. „Er ist zehn Jahre in der Bundesliga und hat immer überzeugt”, sagte Magath über den Brasilianer, der letzte Saison gemeinsam mit Russ mit der Eintracht abgestiegen war. Nach jüngsten Meldungen aus Italien ist der VfL zudem noch an dem 31-jährigen Stürmer Amauri von Juventus Turin interessiert. Er wäre dann – inklusive der zu den Profis aufgestiegenen Jugendspieler – Neuzugang Nummer 15 in diesem Sommer.

Im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen, weigert sich Magath, dem Jugendwahn in der Bundesliga zu verfallen. „Natürlich könnte ich auch eine junge Mannschaft entwickeln. Das habe ich bei früheren Vereinen schon gemacht”, betonte der Coach, „die Situation hier in Wolfsburg ist eine andere. Wir wollen unbedingt in den Europapokal. Und dieser Schritt scheint für einige junge Spieler noch zu groß zu sein.” Auch die Tatsache, dass er in Schalke mit seinen Transfers Schiffbruch erlitt und vorzeitig gehen musste, schreckt Magath nicht ab.

Auch in Wolfsburg will es Magath nicht nur bei Einkäufen belassen. Einige Profis des aktuellen Kaders sollen aussortiert werden. Erster Kandidat ist weiter Innenverteidiger Simon Kjaer, den Magaths Manager-Vorgänger Dieter Hoeneß erst vor einem Jahr für zwölf Millionen Euro von Palermo geholt hatte. An Kjaer, der sich in Wolfsburg nicht wirklich wohl fühlt und noch immer seine Form sucht, soll der AS Rom interessiert sein. Den Weggang vom suspendierten Spielmacher Diego will Magath zudem beschleunigen. Der Brasilianer darf nicht mehr mit den Profis mittrainieren und soll sich ganz auf die Suche nach einem neuen Verein konzentrieren. 

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