Irans Sportminister schließt Teilnahme an Fußball-WM aus
Irans Sportminister hat eine Teilnahme seines Landes an der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA angesichts des Kriegs ausgeschlossen. Mit Blick auf die USA, die Ende Februar gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen hatten, sagte Ahmad Donjamali in einem TV-Interview nun: "Da diese korrupte Regierung unseren Führer ermordet hat, haben wir unter allen Umständen keine Bedingungen, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen."
"Angesichts der bösartigen Maßnahmen, die gegen Iran durchgeführt wurden, wurden uns innerhalb von acht oder neun Monaten zwei Kriege aufgezwungen, und mehrere Tausend unserer Menschen wurden getötet", sagte Donjamali weiter. "Daher haben wir definitiv keine Möglichkeit zu einer solchen Teilnahme." Ob die Entscheidung des Ministers final ist und der Iran die Teilnahme wirklich boykottiert, blieb zunächst unklar.
Verbandschef verweist auf Wirbel um Frauen-Team
Auch der Verbandschef Mehdi Tadsch hatte sich ähnlich geäußert. Nach den Vorgängen um die Frauen-Nationalmannschaft während des Asien-Cups in Australien brachte er einen möglichen Verzicht ins Spiel. "Welcher vernünftige Mensch würde seine Nationalmannschaft in die USA schicken, wenn es bei der WM genauso politisch zugehen sollte wie in Australien", sagte Mehdi Tadsch. Nach dem Vorrunden-Aus beim Asien-Cup waren mehrere Spielerinnen in Australien geblieben und hatten humanitäre Visa erhalten
Die Männer-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni. Der Iran hatte sich im März vorigen Jahres als eine der ersten Mannschaften für die WM 2026 qualifiziert. In der Gruppenphase trifft das Team laut Plan auf Belgien, Neuseeland und Ägypten. Alle drei Spiele werden in den USA ausgetragen. Für die Auslosung im Dezember in Washington war Tadsch seitens der USA das Einreisevisum verweigert worden.
Nach Angaben von Weltverbandschef Gianni Infantino hat US-Präsident Donald Trump jedoch erneut zugesichert, dass "die iranische Mannschaft natürlich herzlich" zur WM in die USA eingeladen sei. Dies habe ihm Trump bei einem Treffen gesagt, ließ der FIFA-Präsident wissen.
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