Hütter: Keine Klausel in Gladbach - Eberl froh

Fußballtrainer Adi Hütter hat bei seinem künftigen Verein Borussia Mönchengladbach keine Ausstiegsklausel in seinem Drei-Jahres-Vertrag verankert.
| dpa
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Trainer Adi Hütter wechselt von Eintracht Frankfurt zu Borussia Mönchengladbach.
Trainer Adi Hütter wechselt von Eintracht Frankfurt zu Borussia Mönchengladbach. © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Mönchengladbach

Das bestätigte Gladbachs Sportchef Max Eberl, der seinen bisherigen Trainer Marco Rose wegen einer Ausstiegsklausel an Borussia Dortmund verliert und dafür Hütter dank einer Ausstiegsklausel vom nächsten Gegner Eintracht Frankfurt loseiste. "Ich bin schon jemand, der sagt: Ausstiegsklauseln bedeuten Klarheit. Aber natürlich bin ich froh, wenn meine Mitarbeiter keine Klausel haben und wenn sich ein Trainer so klar committed wie Adi", sagte Eberl.

Die entstandene Moral-Diskussion hält Eberl nicht für angebracht. "Man sollte vorsichtig sein mit Verurteilungen und Anschuldigungen. Wir verstehen die Fans und die Enttäuschung, aber man kann sachlich darüber diskutieren. Bei Spielern regt sich keiner auf, wenn sie eine Klausel haben oder ihre Zukunft lange offen lassen", sagte er: "Bei uns hat niemand lamentiert, als Marco von seiner Klausel Gebrauch gemacht hat. Nun haben wir davon partizipiert."

Grundsätzlich sei er froh, "dass die Nachricht jetzt raus ist. Es werden noch einige Vereine Trainer suchen, deshalb bin ich froh, dass ich aus dem Karussell aussteigen konnte", sagte Eberl. Nachdem letzte Details zu Wochenbeginn geklärt wurden, sei es der Wunsch "aller Beteiligten" gewesen, die Nachricht nicht bis nach dem Duell am Samstag (15.30/Sky) zurückzuhalten. "Wir wollten nicht rumeiern, wir wollten Fakten schaffen", sagte Eberl.

Rose beteuerte, dass das Duell mit seinem Nachfolger für ihn "nix Außergewöhnliches" sei. "In der Gesamt-Konstellation macht es das für Leute außenrum und für die Medien spektakulärer", sagte er. "Aber wir bereiten uns ganz normal auf ein Spiel vor."

Eberl sieht nach der offiziellen Strafe gegen seinen Profi Breel Embolo keinen Grund zur neuen Bewertung des Falles. "Warum Breel keinen Einspruch eingelegt hat und wofür er genau die Strafe bekommen hat, ist mir egal", sagte Eberl. "Wir glauben dem Spieler. Es gibt immer noch viele Fragezeichen. Er hat die Strafe bekommen, akzeptiert und bezahlt. An unserer Wahrnehmung der Situation ändert das aber nichts."

Sollte Embolo am Samstag in der Fußball-Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr/Sky) spielen, wird er sein Team wohl als Kapitän aufs Feld führen, da er dritter Spielführer ist und die ersten beiden ausfallen.

Der Schweizer war von der Stadt Essen nach einer illegalen Party wegen Verstößen gegen Corona-Bestimmungen mit einem Bußgeld in Höhe von 8400 Euro belegt worden. "Der Bescheid umfasst insgesamt drei Verstöße, darunter die Teilnahme an einer Veranstaltung sowie der Verstoß gegen die Maskenpflicht", hatte Stadtsprecherin Silke Lenz bestätigt.

Embolo soll nach früheren Angaben der Polizei vor knapp drei Monaten an der illegalen Party in einer Gaststätte am Essener Baldeneysee teilgenommen haben. Der Borussia-Profi wurde aber von der Polizei nicht im Lokal, sondern in einer angrenzenden Wohnung angetroffen. Er sei nebenan in der Wohnung gewesen, um Basketball zu schauen, hatte er angegeben und bestritten, mitgefeiert zu haben.

© dpa-infocom, dpa:210415-99-215538/3

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