HSV siegt gegen Leverkusen: Ausgerechnet "Papa" gegen den Ex

Ausgerechnet der ehemalige Leverkusener Kyriakos Papadopoulos erzielte das Siegtor für den Hamburger SV. Für die Werkself ist es nach der Sperre von Hakan Calhanhoglu der nächste Rückschlag.
| SID
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Kyriakos Papadopoulos schießt den HSV gegen seinen Ex-Klub Leverkusen zum Sieg.
imago Kyriakos Papadopoulos schießt den HSV gegen seinen Ex-Klub Leverkusen zum Sieg.

Ausgerechnet der ehemalige Leverkusener Kyriakos Papadopoulos erzielte das Siegtor für den Hamburger SV. Für die Werkself ist es nach der Sperre von Hakan Calhanhoglu der nächste Rückschlag.

Hamburg -  Aufatmen im Volkspark: Ausgerechnet die Leverkusener Leihgabe Kyriakos Papadopoulos hat den Hamburger SV zumindest für einen Tag aus der direkten Abstiegszone geschossen. Der Kopfballtreffer des Abwehrspielers besiegelte in der 76. Minute einen nicht unverdienten 1:0 (0:0)-Sieg der Hanseaten gegen Bayer Leverkusen.

Die Gäste versinken nach ihrer neunten Saisonniederlage als Tabellenneunter mehr und mehr im Mittelmaß. "Das war ein sehr enttäuschendes Spiel von uns. Ich habe noch keine Erklärung dafür. Für diese Leistung gibt es auch keine Ausrede", sagte ein bedienter Bayer-Geschäftsführer Michael Schade unmittelbar nach dem Abpfiff bei  "Sky".

Strafraumszenen selten

Torschütze Papadopoulos hatte weitaus bessere Laune, sagte aber auch: "Das war nur ein erster Schritt, wir müssen weiter hart arbeiten." War die erste Halbzeit fast durchweg ein Langweiler, begannen zumindest die zweiten 45 Minuten mit einem Paukenschlag: HSV-Torjäger Bobby Wood hatte in der 47. Minute die Führung auf dem Fuß, traf aber nur die Oberkante des Lattenkreuzes.

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Danach nahm die Partie zumindest phasenweise Fahrt auf, wobei der HSV mehr für das Spiel tat und sich die ersten drei Punkte in der Rückrunde mehr und mehr verdiente. Vor 45.653 Zuschauern im Volksparkstadion zog sich die Abtastphase zwischen beiden Mannschaften fast eine halbe Stunde lang hin. Strafraumszenen waren selten, das Geschehen spielte sich zumeist im Mittelfeld ab.

Starke Defensive - kaum Torchancen

Beide Trainer waren bei der Aufstellung zu Änderungen gezwungen. Bei den Gästen wurde der vom Internationalen Sportgerichtshof CAS wegen Vertragsbruchs zu einer viermonatigen Sperre verurteilte Ex-Hamburger Hakan Calhanoglu durch Julian Baumgartlinger ersetzt, für den verletzten Javier Chicharito Hernandez lief Admir Mehmedi auf.

HSV-Coach Markus Gisdol schenkte dem wiedergenesenen Ex-Nationaltorwart Rene Adler das Vertrauen. Matthias Ostrzolek vertrat den gelbgesperrten Kapitän Gotoku Sakai. Erst nach knapp 30 Minuten entwickelten sich Spielzüge mit mehr Zug zum Tor. Doch da beide Defensivreihen sehr solide standen, ergab sich bis zum Halbzeitpfiff keine einzige echte Torgelegenheit.

Walace und Bailey nicht in der Startelf

Zu diesem Zeitpunkt verfolgten die beiden aktuellsten Transfers Leon Bailey (Leverkusen), der in der 82. Minute sein Bundesliga-Debüt feierte, und Walace (Hamburg) das Geschehen noch von der Auswechselbank. Die beiden jeweiligen Königstransfers der winterlichen Wechselperiode standen, wie vorher angekündigt, nicht in den Startformationen.

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Dafür setzte Leverkusens Trainer zu Beginn der zweiten Halbzeit auf mehr Offensive und brachte für Baumgartlinger Stefan Kießling, der kurz vor Ende noch die Latte traf. Es brachte nichts, eher im Gegenteil: Die Hausherren traten nun dominanter auf und waren dem ersten Tor näher, schließlich traf Papadopoulos gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber.

Der auch in der Defensive kaum zu überspielende "Papa" sowie der agile Lewis Holtby verdienten sich bei den Platzherren die Bestnoten. Im Team von Trainer Roger Schmidt wussten Ömer Toprak und und Benjamin Henrichs zu gefallen.

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