Hoffenheim und Hoeneß in Augsburg gefordert

Keine Perspektive nach oben, wieder einmal viele angeschlagene Profis - und noch acht Spieltage. Für die TSG 1899 Hoffenheim wird die Saison immer zäher.
| Von Ulrike John, dpa
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Hoffenheims Stürmer Andrej Kramaric geht vom Platz.
Hoffenheims Stürmer Andrej Kramaric geht vom Platz. © Uwe Anspach/dpa
Zuzenhausen

"Eine andere Haltung, eine andere Aggressivität" - das fordert Sebastian Hoeneß von seinen Profis bei der TSG 1899 Hoffenheim. Der desolate Auftritt beim 1:2 gegen den FSV Mainz 05 wirkt trotz der Länderspielpause beim Fußball-Bundesligisten aus dem Kraichgau noch nach. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim FC Augsburg will sich der Tabellenelfte wieder finden. Dass gleich 13 Spieler mit ihren Nationalteams unterwegs waren, erleichtert die Aufgabe des Trainers nicht. Zumal Torjäger Andrej Kramaric erneut angeschlagen ist.

"Er ist leicht umgeknickt, spürt sein Sprunggelenk und hat wieder Probleme", sagte Hoeneß bei einer Online-Pressekonferenz am Donnerstag. Der 29 Jahre alte Stürmer erlitt den Rückschlag bei einem Einsatz für die kroatische Nationalmannschaft und fehlte auch beim 3:0 des Vizeweltmeisters gegen Malta. Dafür stand für Kramaric am Mittwoch in Zagreb seine standesamtliche Trauung an.

Fragezeichen stehen auch hinter dem Einsatz der Nationalspieler Sargis Adamyan (Oberschenkelbeschwerden) und Munas Dabbur. Bei dem Israeli stelle sich die Frage, "ob er rechtzeitig freigetestet werden kann", sagte Hoeneß. Zudem haben Kevin Vogt (Wade), Marco John (Hüfte) und Ishak Belfodil (Rücken) Blessuren.

Bei Christoph Baumgartner, der dreimal 90 Minuten für Österreichs Auswahlteam spielte, müsse man schauen, wie er das verkraftet habe. Gleichzeitig freut sich Hoeneß darüber, "dass der Baumi jetzt auch in der Nationalmannschaft unverzichtbar geworden ist".

Da die TSG auch noch einige Dauerverletzte hat, verschärft sich die personelle Situation wieder. Immerhin sind Mijat Gacinovic und Kevin Akpoguma nach sechs Wochen beziehungsweise drei Monaten Zwangspause wieder einsatzbereit.

Bei einer Niederlage am Samstag würde Augsburg an der TSG vorbeiziehen. Die Europapokalplätze hat Hoffenheim aus den Augen verloren - und muss sich trotz seines stark besetzten Kaders mit dem Abstiegskampf beschäftigen. "Ich mache mir keine Sorgen beim Blick nach unten, unsere Punkte werden wir machen, da habe ich keine Angst. Aber auch keine große Hoffnung beim Blick nach oben", sagte Akpoguma im "Kicker". Der Abwehrspieler fordert: "Wir müssen aus dieser Saison lernen und sie so gut wie möglich zu Ende spielen. So gelingt es uns hoffentlich, in der nächsten Saison resistenter zu werden gegen Strapazen und Rückschläge."

Hoeneß will, dass seine Mannschaft an den verbleibenden acht Spieltagen einer "sehr lehrreichen Saison" ihre Hausaufgaben macht. "Wir müssen punkten, das ist doch klar. Wir wollen in Augsburg gewinnen, um die Punkte, die wir brauchen, so früh als möglich zu holen", sagte der 38-Jährige. Auf den Relegationsplatz mit dem 1. FC Köln haben die Hoffenheimer immerhin sieben Zähler Vorsprung.

© dpa-infocom, dpa:210401-99-53832/4

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