Hannover 96: Martin Kind wirft 50+1-Befürwortern Planlosigkeit vor

Martin Kind hat seinen Kritikern in der 50+1-Debatte Planlosigkeit und mangelnde Weitsicht vorgeworfen. Zur schwierigen Personalie Horst Heldt sagte der Prsäident von Hannover 96: "Ich bin überzeugt, er wird erfolgreiche Ergebnisse nachweisen."
| dpa/sid
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Martin Kind: "Die Bundesligavereine müssen unter wettbewerbsgleichen Bedingungen die Herausforderung annehmen, um national und international wettbewerbsfähig zu sein."
Peter Steffen/dpa Martin Kind: "Die Bundesligavereine müssen unter wettbewerbsgleichen Bedingungen die Herausforderung annehmen, um national und international wettbewerbsfähig zu sein."

Martin Kind hat seinen Kritikern in der 50+1-Debatte Planlosigkeit und mangelnde Weitsicht vorgeworfen. Zur schwierigen Personalie Horst Heldt sagte der Präsident von Hannover 96: "Ich bin überzeugt, er wird erfolgreiche Ergebnisse nachweisen."

Hannover - 96-Präsident Martin Kind hat die jüngste Wechselabsicht von Manager Horst Heldt zum VfL Wolfsburg kritisiert, dem 48-Jährigen aber eine professionelle weitere Zusammenarbeit versprochen.

In seinem Wertesystem sei ein Verhalten wie das von Heldt "nicht akzeptabel", sagte Kind dem Wirtschaftsnachrichtenportal Business Insider: "Dies bedeutet fehlende Loyalität und Verlust an Vertrauen." Allerdings, fügte der Unternehmer an, müsse "im Einzelfall entschieden werden", ob die Basis einer Zusammenarbeit auf diesen Erkenntnissen zukunftsorientiert sinnvoll sei.

Dies sei bei Heldt der Fall: "Vorab habe ich mit Herrn Heldt vereinbart, dass er bei Nichteinigung seine verantwortliche Arbeit bei Hannover 96 fortsetzt. Herr Heldt ist Profi. Ich bin überzeugt, er wird erfolgreiche Ergebnisse nachweisen."

96-Boss Kind kritisiert 50+1-Kritiker

In der Debatte um die 50+1-Regel warf Kind seinen Kritikern Planlosigkeit und fehlende Weitsicht vor. "Sie lehnen den Weg bei Hannover 96 ab, haben aber kein eigenes Konzept dagegen gestellt, über das man seriös diskutieren kann", erklärte der Hörgeräte-Unternehmer. Es handelte sich um "eine Kulturfrage des Fußballs und eine Machtfrage. Sicher geprägt durch Angst vor Veränderungen."

Der 74-Jährige empfiehlt eine "Modifizierung der 50+1-Regel, um den Fußballmarkt für Kapitalgeber zu öffnen mit klar definierten Spielregeln. Kind hatte Anfang der Woche angekündigt, seinen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung bei der 50+1-Regel wieder aktivieren zu wollen, um die Mehrheit am Verein zu übernehmen.

Laut der Regel müssen die Stammvereine die Mehrheit von 50 Prozent plus einer Stimme in den ausgelagerten Kapitalgesellschaften halten. Im Gegensatz zu den anderen europäischen Top-Ligen dürfen Investoren in Deutschland die Mehrheit an einem Verein derzeit nur dann halten, wenn sie diesen mehr als 20 Jahre "ununterbrochen" und "erheblich" gefördert haben. In der Bundesliga gelten entsprechende Ausnahme-Genehmigungen nur für Bayer Leverkusen, den VfL Wolfsburg und TSG 1899 Hoffenheim.

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