"Habe meine Entscheidung getroffen": Geht Heldt?

Schalke-Manager Horst Heldt reagiert auf die Gerüchte, der Verein wolle ihn vor die Tür setzen, offensiv und kündigt im Doppelpass an, selbst eine Entscheidung getroffen zu haben. Auch über sein Verhältnis zu Schalke-Präsident Tönnies berichtet der 45-Jährige.
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Mainz-Manager Christian Heidel (links) ist als Nachfolger von Schalke-Manager Horst Heldt im Gespräch.
firo/Augenklick Mainz-Manager Christian Heidel (links) ist als Nachfolger von Schalke-Manager Horst Heldt im Gespräch.

München - Für sein Versteckspiel wurde der FC Schalke 04 in diesen Tagen viel kritisiert. Das Interesse am Manager des FSV Mainz 05 Christian Heidel wurde offensichtlich und kam an die Öffentlichkeit. Für Horst Heldt bedeutet das: Spätestens mit Auslaufen seines Vertrages im kommenden Sommer ist Schluss in Gelsenkirchen.

Im Doppelpass am Sonntag verteidigt sich der wohl scheidene S04-Manager und gibt bekannt: "Ich werde mich noch in dieser Woche mit Clemens Tönnies zusammensetzen. Diese Woche wird eine Entscheidung verkündet." Diese steht aber bereits fest, wie er sagt: "Ich habe meine Entscheidung getroffen." Heißt: Heldt geht womöglich von sich aus.

Die "Art und Weise" sei für ihn das Entscheidende. "Und das hat bei mir dazu geführt, dass ein Denkprozess stattgefunden hat", erklärt der Manager.

Für den Verein bringt er Verständnis auf: "Die letzten Tage waren sehr intensiv. Es ist absolut legitim, sich Gedanken zu machen. Es ist legitim und richtig, dass sich der Verein Gedanken über 2016 und hinaus macht."

 

Heldt über möglichen Nachfolger: "Schalke könnte Ablöse an Mainz zahlen"

 

Trotz der nicht angenehmen Situation hat er einen ironischen Satz parat: "Schalke könnte mit seinem Festgeldkonto eine Ablöse an Mainz bezahlen." Auch sein Verhältnis zum Vereinspräsident Clemens Tönnies sei nicht belastet: "Das kann ich so nicht bestätigen. Wir haben immer eng und intensiv zusammengearbeitet."

Aber so heil ist die Welt in Gelsenkirchen für Heldt dann doch nicht: "Es gibt Momente, wo die Interessen ein Stück weit auseinandergehen. So ist die Branche und das Geschäft."

 

Unter Heldt: "85 Millionen Euro" an Schulden abgebaut

 

In der Kritik stand der ehemalige Manager des VFB Stuttgart oft wegen seinen Personalentscheidungen. Selbstkritisch sagt er dazu: "Ich habe Entscheidungen getroffen, die sich im Nachgang als Fehler herausgestellt haben. Das Entscheidende ist aber, dass man das erkennt und Veränderungen herbeiführt. Das ist mir in diesem Sommer gelungen."

 

Lesen Sie hier: Strutz bestätigt Interesse an Heidel

 

In seiner Zeit auf Schalke hätte der Verein ein Transfer-Überschuss erzielt. "Wir haben um die 85 Millionen Euro an Finanz-Verbindlichkeiten reduziert", berichtet Heldt. Das sei nötig gewesen, denn: "Wir haben ein Stadion gebaut, für das wir eigentlich kein Geld hatten. Schieben ein Berg seit Jahren vor uns her."

 

 

 

 

 

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