Fußballkrise in Italien: Spieler kriegen kein Geld

Die verwöhnten italienischen Fußballer bekommen die Finanzkrise zu spüren. Die italienische Spielergewerkschaft AIC klagte, dass die Fußballklubs die Spielergehälter im Schnitt erst mit einer dreimonatigen Verspätung zahlen. Journalisten sollen dagegen bald für Interviews bezahlen.
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Ob auch Ronaldinho und Shevchenko ihre Gehälter nicht ppünktlich bekommen?
dpa Ob auch Ronaldinho und Shevchenko ihre Gehälter nicht ppünktlich bekommen?

ROM - Die verwöhnten italienischen Fußballer bekommen die Finanzkrise zu spüren. Die italienische Spielergewerkschaft AIC klagte, dass die Fußballklubs die Spielergehälter im Schnitt erst mit einer dreimonatigen Verspätung zahlen. Journalisten sollen dagegen bald für Interviews bezahlen.

Die Hälfte der Klubs der Serie A hat im Januar ihren Spielern das bislang letzte Gehalt gezahlt. Die Profis des norditalienischen Zweitligisten Treviso haben beispielsweise seit September kein Gehalt mehr kassiert. Avellino Calcio schuldet seinen Spielern seit November den Lohn. Erhebliche Schwierigkeiten haben auch die Drittligisten, bei denen die Spieler durchschnittlich 1000 Euro monatlich kassieren. Auch sie müssen auf die Gehälter mehrere Monate warten. Vielen der 90 Drittligisten droht wegen fehlender Sponsoren die Pleite.

Die Klubs entwickeln neue Strategien zur Bekämpfung der Krise. So sollen TV-Sender künftig für Interviews mit Spielern und Trainern der Serie A zahlen. Der Vorschlag wird von den Klubchefs der Liga diskutiert und könnte schon 2010 in die Tat umgesetzt werden. Eine entsprechende Klausel soll in eine neue Regelung zur Vermarktung der TV-Übertragungsrechte integriert werden, die im kommenden Jahr in Kraft tritt.

Auch die Gehälter der Stars sollen reduziert werden. Der Klubchef des Erstligisten AC Florenz, Diego Della Valle, meinte kürzlich, eine Senkung der Top-Gehälter der Fußballstars sei angesichts der Krise dringend notwendig.

„Es ist peinlich, die Gehälter zu sehen, die einige Stars kassieren, während die Tifosi, die unsere Mannschaften mit Enthusiasmus verfolgen, mit Gehältern von 1000 Euro im Monat auskommen müssen. Wir müssen dieses System ändern. Es muss konkrete Signale eines Trendwechsels geben“, sagte Della Valle.

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