Fürths Hrgota sucht nach "Erfolgserlebnis"

Es läuft noch nicht richtig für Kapitän Branimir Hrgota. Der Fürther Aufstiegs-Held befindet sich in einem kleinen Formtief. Nun wartet ein Gegner, den der Schwede nur allzu gut kennt.
| dpa
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Ein Fußballspieler ist am Ball.
Ein Fußballspieler ist am Ball. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild
Fürth

Es ist nicht allzu lange her, da sah man Branimir Hrgota noch häufig strahlen. Mit insgesamt 16 Toren in der vergangenen Spielzeit war der Kapitän der SpVgg Greuther Fürth maßgeblich am Bundesliga-Aufstieg der Franken beteiligt. Die Last, die in dieser Saison auf den Schultern des schwedischen Nationalspielers lastet, ist groß - zu groß? "Ihm fehlt das, was uns allen fehlt - ein Erfolgserlebnis", sagte Kleeblatt-Coach Stefan Leitl am Freitag.

Drei magere Tore stehen auf dem Konto des letztjährigen Toptorjägers - alle per Elfmeter. Aus dem Spiel heraus setzt der Stürmer kaum Akzente. Nun trifft der 28-Jährige am Sonntag (19.30 Uhr/DAZN) in Eintracht Frankfurt auf seinen Ex-Verein, mit dem er einst seinen größten Erfolg feierte. An den 19. Mai 2018 und das 3:1 im DFB-Pokal-Finale gegen den FC Bayern München erinnert sich der Schwede immer wieder gerne.

Von solchen Erfolgen ist Hrgota aktuell weit entfernt. Im Pokal scheiterte sein Team bereits in der ersten Runde an Regionalligist SV Babelsberg 03. In der Bundesliga liegen die Fürther mit nur einem Punkt abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Das breite Grinsen wich längst verzweifeltem Kopfschütteln.

"Wir sind in Phasen immer wieder auf Augenhöhe", sagte Leitl. Aber dann fehlte mal der letzte Pass, dann das Matchglück, dann eine gute Verteidigung. Verteidigung - das aktuelle Sorgenkind in Fürth.

Neben den Langzeitverletzten Abwehrspielern Justin Hoogma und Gideon Jung müssen die Franken nun auch mehrere Wochen auf Nick Viergever verzichten. "Ein schwerwiegender Ausfall", sagte Leitl mit Blick auf die Bänderverletzung im Sprunggelenk des Niederländers.

Hinzu kommen die fünf Corona-Fälle, die auch gegen die Hessen fehlen werden. Immerhin sei Rechtsverteidiger Marco Meyerhöfer wieder fit. "Das sind meine Jungs, und ich vertraue diesen Jungs", sagte der 44 Jahre alte Trainer über seinen geschwächten Kader.

Gegen Frankfurt erwartet Leitl ein intensives Spiel, auch wenn die Hessen nur rund 72 Stunden nach ihrem Auftritt in der Europa League müde an den Ronhof reisen dürften. "Wir müssen aggressiv spielen, um die etwas müden Frankfurter zu fordern", gab Leitl als Ziel aus.

Kapitän Hrgota, der bislang in allen zehn Saisonspielen in der Startelf stand, hat am Sonntag die nächste Chance auf ein Erfolgserlebnis. "Das löst dann auch die ein oder andere Blockade", sagte Leitl.

© dpa-infocom, dpa:211105-99-881410/3

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