Fürth verliert irres Spiel gegen Kaiserslautern

60 Minuten lang sah die SpVgg Greuther Fürth gegen Kaiserslautern wie der sichere Sieger aus - dann aber brachen die Franken ein und gaben das Match aus der Hand. Zum Matchwinner für die Gäste wurde ausgerechnet ein früherer Fürther.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Der Fürther Marcel Franke (li) und Alexander Ring vom 1. FC Kaiserslautern springen hoch um per Kopf den Ball zu kommen.
dpa Der Fürther Marcel Franke (li) und Alexander Ring vom 1. FC Kaiserslautern springen hoch um per Kopf den Ball zu kommen.

Fürth - Als der Schiedsrichter die Partie abpfiff, herrschten am Fürther Laubenweg Ratlosigkeit und Ungläubigkeit. In seltsamen 90 Minuten hatte die SpVgg Greuther Fürth am Freitagabend ein Spiel aus der Hand gegeben, das quasi schon gewonnen schien. Am Ende stand eine 2:4 (2:0)-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern zu Buche, durch die die Mannschaft von Coach Stefan Ruthenbeck den vorläufigen Sprung auf Tabellenplatz drei der 2. Fußball-Bundesliga verpasste.

Dabei hatte vor 9265 Zuschauern alles so gut ausgesehen: Sebastian Freis brachte die Hausherren in einer dominanten und souveränen ersten Halbzeit per Doppelschlag in Führung (9./34. Minute), nur die Höhe des Sieges schien noch offen. Dann aber gelang den Gästen das Comeback und ausgerechnet der frühere Fürther Kacper Przybylko hatte mit zwei Toren (68./82.) maßgeblichen Anteil am Rückschlag für seinen Ex-Club. Tim Heubach (81.) und Maurice Deville (88.) erzielten die zwei anderen Tore für den Traditionsverein aus der Pfalz.

Vier Gegentore in 23 Minuten

"Was wir heute erlebt haben, ist sehr, sehr bitter und tut weh", sagte Ruthenbeck. "Wenn man in 23 Minuten vier Gegentore bekommt, hat das mit Profifußball nichts zu tun. Das war schlecht. Wenn wir solche Spiele aus der Hand geben wie heute, bin ich gespannt, was wir noch gewinnen wollen." Marco Caligiuri haderte: "Es kann nicht sein, dass wir bis zur 60. Minute gut spielen und nichts zulassen und dann gleich zwei, drei Tore kassieren. Das war heute eine Lehrstunde, aus der wir gestärkt herausgehen müssen. Wir sollten uns nicht mehr auf Punkte konzentrieren, sondern auf die defensive Stabilität."

Statt mindestens bis Sonntag auf dem Aufstiegs-Relegationsplatz drei zu rangieren, rutschten die "Kleeblätter" in der Tabelle auf den sechsten Rang ab und könnten am Ende des 16. Spieltags nach Punkte sogar noch vom großen Rivalen 1. FC Nürnberg eingeholt werden.

In einer souveränen Anfangsphase spielte sich Freis mit zwei Einzelaktionen in den Fokus: Nach einem Sololauf an fünf Lauterern vorbei netzte er abgeklärt zur Führung ein, nach einer halben Stunde erhöhte er per Volleyschuss im Sechzehner auf 2:0. Die völlig indisponiert agierenden Gäste fanden kein Mittel gegen Fürth. Nach Jürgen Gjasula in der 50. Minute die Chance auf den dritten Treffer vergab, drehte sich das Match - und Przybylko mit seinem ersten Tor nach elf glücklosen Partien leitete die Aufholjagd ein. "Fürth hat uns einfach auseinandergespielt, und das konnten wir nicht auf uns sitzen lassen", sagte Przybylko bei Sky. In den letzten zehn Minute nahm das Fürther Debakel seinen Lauf, noch einmal Przybylko und die beiden eingewechselten Heubach und Deville sorgten gegen völlig geschockte Gastgeber für den Endstand.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren