FC Liverpool: Jürgen Klopp spottet über die Abwehrleistung seiner Stars

Deutliche 1:4-Pleite bei Tottenham Hotspur und einmal mehr patzt die Abwehr. Liverpools Teammanager Jürgen Klopp kann's nicht fassen und verspottet letztlich sogar seine eigenen Spieler.
| sid
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Völlig außer sich: Jürgen Klopp während der Liverpooler Niederlage gegen Tottenham.
dpa Völlig außer sich: Jürgen Klopp während der Liverpooler Niederlage gegen Tottenham.

London - Jürgen Klopp hatte für die erneute Nicht-Leistung seiner Abwehr nur noch beißenden Spott übrig. "Mit mir wäre das nicht passiert. Wenn ich in meinen Turnschuhen da draußen gewesen wäre, hätten sie nicht getroffen", sagte der Teammanager des FC Liverpool nach der 1:4-Klatsche der Reds bei Tottenham Hotspur sichtlich angefressen.

Doch anstelle der einst gefürchteten Nummer vier des FSV Mainz 05 standen da Dejan Lovren oder Joel Matip - und blamierten sich. "Alles war schlecht. Schlecht, schlecht, schlecht", schimpfte Klopp über seine desolate Hintermannschaft. 16 Gegentore nach neun Spieltagen - schlechter war Liverpool zuletzt 1964 (20).

"Ich kann es nicht glauben, das ist keine schöne Statistik", sagte Klopp, der jedes der vier Gegentore durch Starstürmer Harry Kane (4./56.), den früheren Leverkusener Heung-Min Son (12.) und Dele Alli (45.) haarklein sezierte. Beim 0:1, dem ein Einwurf voraus ging, "hätten wir klären müssen, wir waren in Überzahl", sagte er.

Freude am Zusammenbruch?

Beim zweiten Gegentreffer "verpasst Dejan den Ball". Klopp nahm den völlig überforderten kroatischen Nationalspieler nach einer halben Stunde vom Platz, "aber ich hätte auch einen anderen rausnehmen können, das hätte keinen großen Unterschied gemacht". So desaströs war die gesamte Defensivleistung.

Das dritte Tor, als Matip unglücklich in die Mitte klärte, sei "ein weiteres Geschenk" gewesen. Und beim 1:4 patzte mal wieder Liga-Stammtorhüter Simon Mignolet. "In allen entscheidenden Momenten waren wir nicht da", sagte Klopp.

Der Guardian sah einen Fall von "Ruinenlust", Liverpool und Klopp schienen fast Freude am Zusammenbruch zu haben. Bereits zwölf Punkte beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter Manchester City, Platz vier und damit die Champions League sind aber nur drei Zähler weg. "Über die top Vier müssen wir heute nicht reden, wir sind Neunter!", sagte Klopp.

Die Abwehrprobleme sind für ihn nichts Neues, die Sun ätzte entsprechend, er habe in zwei Jahren Amtszeit nichts getan, um sie abzustellen. Klopp meinte zwar, die wiederholt auftretenden Mängel lägen "in seiner Verantwortung". Aber, betonte er, es sei nicht so, dass er den Spielern beibringe, sich so zu verhalten wie vor dem 0:1.

In den Medien wird ihm angelastet, dass er im Sommer keine besseren Spieler verpflichtet hatte. Klopp aber sagte, über Qualität müsse man nicht sprechen. "Wenn sie keine Qualität hätten, würden sie nicht für Liverpool spielen."

Die zweite Liga-Niederlage der Saison kommt für Klopp in jeder Hinsicht zur Unzeit. Zum einen wähnte sich Liverpool nach zuletzt nur zwei Gegentoren in vier Pflichtspielen auf einem guten Weg. Zum anderen trifft er am Samstag (16 Uhr) auf den starken Aufsteiger Huddersfield Town mit Kumpel David Wagner. Der versprach bereits, die "Terrier" würden "richtig Kante zeigen".

Lesen Sie hier: Neuer, Ronaldo und BVB-Fans - FIFA-Gala in London

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren