FC Augsburg: So lautet die Diagnose nach Horrorfoul an Dominik Kohr

Augsburgs Mittelfeldspieler Dominik Kohr wurde beim Spiel gegen Mainz kurz vor Ende des Spiels rüde gefoult. Kohr musste mit einer offenen Wunde vom Platz getragen werden - in der Kabine erhielt er Morphium, ehe er ins Krankenhaus kam.
| AZ/dpa
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Der Augsburger Dominik Kohr musste in der Kabine mit Morphium versorgt werden.
dpa Der Augsburger Dominik Kohr musste in der Kabine mit Morphium versorgt werden.

Augsburg - Dieses schlimme Ende eines ohnehin verpatzten Bundesliga-Tages beschäftigte den FC Augsburg noch eine Weile. Nicht das 1:3 (0:1), sondern die Verletzung von Mittelfeldspieler Dominik Kohr nach einem rüden Foul des Mainzers José Rodriguez erhitzte die Gemüter. "Das ist unfassbar", schimpfte FCA-Kapitän Paul Verhaegh über die zu Recht mit der Roten Karten geahndete Aktion in der Nachspielzeit. "So etwas gehört absolut nicht auf den Fußballplatz."

Noch deutlicher wurde der Präsident des FC Augsburg. In den Katakomben des Stadions traf Klaus Hofmann auf sein Mainzer Pendant Harald Strunz und ließ seinen emotionen freien Lauf. Über José Rodriguez  schimpfte er lautstark: "So ein Arschloch!"

Obwohl die Sonntagspartie des dritten Spieltags de facto entschieden war, brachte Rodriguez seinen Augsburger Gegenspieler auf der Höhe der Mittellinie mit einer brutalen Grätsche zu Fall. Kohr musste mit einer offenen Wunde am Unterschenkel vom Rasen getragen und zur Untersuchung in eine Klinik gebracht werden. "Mit so einer Aktion gefährdest du die Karriere von einem Spieler", betonte Verhaegh.

Keine Knochenbrüche

Die Vereinsärzte mussten Kohr in der Kabine Morphium verabreichen, ehe der Mittelfeldspieler ins Krankenhaus gebracht werden konnte! Inzwischen ist klar, dass Kohr  zumindest ohne Knochenbrüche davongekommen. Der 22-jährige Kohr zog sich bei dem Tritt ein Weichteiltrauma mit tiefer, offener und etwa 14 Zentimeter großer Wunde am freiliegenden Unterschenkelknochen zu. Der Stammspieler wird dem FCA wochenlang fehlen. "Ich bin froh, dass es kein Bruch ist", wurde Kohr in einer Vereinsmitteilung zitiert.

"Der Knochen ist heil, aber es sind die Muskeln und Sehnen betroffen. Es ist eine tiefe Wunde bis auf den Knochen", sagte Reuter am Rande der Präsentation der neuen Außenfassade der Augsburger WWK Arena. Wie lange Kohr ausfalle, "können wir noch nicht sagen", ergänzte Reuter, "wir hoffen, dass er gutes Heilfleisch hat."

Der 22-jährige Kohr zog sich bei dem Tritt ein Weichteiltrauma mit tiefer, offener und etwa 14 Zentimeter großer Wunde am freiliegenden Unterschenkelknochen zu. Der Stammspieler wird dem FCA wochenlang fehlen. "Ich bin froh, dass es kein Bruch ist", wurde Kohr in einer Vereinsmitteilung zitiert.

Mainz-Trainer Schmidt entschuldigt sich

Der Übeltäter, dem Mainz-Trainer Martin Schmidt bereits Konsequenzen ankündigte, wurde auf der Facebookseite von den 05ern mit den Worten zitiert: "Dass Dominik sich verletzt hat tut mir unendlich Leid, ich habe mich auch schon persönlich bei ihm entschuldigt. Ich wollte den Ball blocken und der Mannschaft dabei helfen, den Vorsprung nicht wieder zu verspielen. Ich wünsche ihm von Herzen gute Besserung!"

 

Der Vorfall trübte die Stimmung beim Siegerteam, wie Coach Schmidt berichtete. Vor allem aber bedeutet er für Augsburg den nächsten bitteren Ausfall eines Stammspielers. Obwohl zunächst noch keine genaue Diagnose bekannt wurde, geht Trainer Schuster von einem längeren Ausfall seines defensiven Mittelfeldspielers aus. Er befürchtete noch am Abend Schäden an Schien- und Wadenbein. Unter Woche war Caiuby operiert worden - der fehlt wohl die ganze Hinrunde.

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Vor dem anstehenden Gastspiel bei Angstgegner Bayer Leverkusen am Mittwoch (20.00 Uhr) muss sich Schuster in der Zentrale etwas einfallen lassen. Gegen Mainz fehlten den Fuggerstädtern die gewinnbringenden Ideen, nur nach dem zwischenzeitlichen 1:1 durch Konstantinos Stafylidis (73.) schnupperte Augsburg kurz am Erfolg.

Aber eben nur kurz - denn der Ausgleich hielt nicht länger als wenige Augenblicke. Am Ende entschieden die Gäste-Tore von Jhon Cordoba (7. Minute), Yunus Malli (75.) und Yoshinori Muto (81.).

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