Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen in Bundesliga-Stadien

Nach den Anschlägen von Paris und der Absage des Fußball-Länderspiels in Hannover hat die Bundesliga die Sicherheitsvorkehrungen in den Stadien erhöht.
| dpa
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Köln - Das Kellerderby zwischen dem VfB Stuttgart und Tabellenschlusslicht FC Augsburg wurde sogar eine Viertelstunde später als normal angepfiffen, teilte ein Sprecher des Drittletzten mit. Nach den Terroranschlägen von Paris wurden die Sicherheitsbestimmungen und Einlasskontrollen verschärft. Deshalb standen noch tausende Zuschauer vor dem Stadion.

Auch vor der Partie zwischen dem 1. FC Köln und dem FSV Mainz 05 sind erhöhte Sicherheitsvorkehrungen spür- und sichtbar geworden. Die Stadionbesucher mussten sich vor dem Betreten der Arena Personenkontrollen unterziehen. Taschen und Rucksäcke wurden gecheckt. Teilweise wurden auch elektronische Scanner eingesetzt.

Der gastgebende FC hatte die erwarteten rund 47 000 Zuschauer um eine frühzeitige Anreise gebeten. Damit sollten Verzögerungen durch die stärkeren Kontrollen einigermaßen verhindert werden.

Die Kölner hatten bereits angekündigt, dass die Zahl der Ordnungs- und Sicherheitskräfte "sichtbar" erhöht werde. Gleichzeitig hatte der FC wissen lassen, dass er es für richtig halte, den Spieltag stattfinden zu lassen. "Zu unserer Lebensweise gehören Großveranstaltungen, seien es kulturelle oder sportliche. Davon werden wir uns nicht abbringen lassen", erklärte der 1. FC Köln.

In der Partie gegen den FSV verzichteten die FC-Profis auf das eigentlich vorgesehene Tragen eines speziellen Karnevalstrikots.

Auch im Vorfeld des Bundesligaspiels des VfL Wolfsburg gegen Werder Bremen waren die verschärften Sicherheitsvorkehrungen nicht zu übersehen. Es gab eine "erhöhte Präsenz der Polizei", sagte Wolfsburgs Manager Klaus Allofs.

Einige Beamte trugen Maschinenpistolen. Zudem waren die Einlasskontrollen nach der Absage des Fußball-Länderspiels in Hannover durch den Sicherheitsdienst des VfL verschärft worden. Autos, die auf den VIP-Parkplatz fuhren, wurden durchsucht. Zuschauer wurde abgetastet.

Vor dem Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Hannover 96 haben die Sicherheitbehörden keine besonderen Vorfälle gemeldet. "Es gab keinen Anlass oder Hinweise, die eine Erweiterung polizeilichen Maßnahmen erforderlich gemacht haben. Nur der Verein Borussia Mönchengladbach hat das Sicherheitspersonal erhöht und die Kontrollen erweitert", sagte Willy Theveßen, Sprecher der Polizei Mönchengladbach, der Deutschen Presse-Agentur.

Rund um den Borussia-Park ging es vor dem Spiel ruhig zu. Die Polizeipräsenz war wie üblich, auch Reiterstaffeln wurden eingesetzt. Die Besucher nahmen die Leibesvisitationen und Taschenkontrollen, die auf alle Bereiche erweitert wurden, geduldig hin. An den Eingängen zur Nordtribüne, wo die Heim-Fans stehen und sitzen, gehören sporadische Leibesvisitationen und Taschenkontrollen ohnehin zur gängigen Praxis.

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