Elfmeter-Ärger bei Würzburg: "Können Tischtennis spielen"

Bernhard Trares war außer sich. "Das hat doch keinen Sinn mehr. Ich habe das Gefühl, ich bin hier falsch. Wenn das ein Elfmeter ist, dann ist das nicht mehr meine Zeit. Dann können wir Tischtennis spielen", sagte der verärgerte Coach des Zweitligisten Würzburger Kickers nach der unglücklichen 0:1 (0:0)-Niederlage bei Holstein Kiel dem TV-Sender Sky. Alexander Mühling nutzte die Chance vom Punkt und schoss Holstein an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga. Würzburg bleibt Letzter und beschwerte sich einmal mehr über eine krasse Fehlentscheidung.
| dpa
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Alexander Mühling (r) von Holstein Kiel verwandelt einen Elfmeter gegen Würzburgs Torwart Hendrik Bonmann.
Alexander Mühling (r) von Holstein Kiel verwandelt einen Elfmeter gegen Würzburgs Torwart Hendrik Bonmann. © Frank Molter/dpa
Kiel

Denn wie schon am vergangenen Wochenende bei der SpVgg Greuther Fürth brachte auch am Freitagabend bei Holstein Kiel ein umstrittener Foulelfmeter die Kickers auf die Verliererstraße. Videoassistent Martin Petersen überprüfte das von Schiedsrichter Thorben Siewers als Foul gewertete Eingreifen von Kickers-Keeper Hendrik Bonmann, der im Fünfmeterraum zuerst mit der Faust den Ball traf, dabei aber auch mit Jae-Sung Lee zusammenstieß. Es blieb beim Elfmeter, was nach einer ziemlichen Fehlentscheidung aussah.

Bonmann war auch schon am letzten Spieltag in Fürth (1:4) der Pechvogel, als er beim Stand von 1:2 Jamie Leweling gefoult haben soll, was ebenfalls sehr umstritten war. "Wir wurden schon in der letzten Woche beschissen", echauffierte sich der Torhüter. "Es gab keine Bilder, wo ich Foul spiele", sagte Bonmann über die Szene mit Leweling, die in der Nachbetrachtung durchgängig als Schwalbe bezeichnet wurde. Auch bei dem Spiel prüfte der VAR, es blieb aber auch in dem Fall beim Strafstoß. Trares schäumte vor Wut.

Kickers-Sportvorstand Sebastian Schuppan glaubt in dem Zusammenhang nicht mehr an Zufall. "Wenn du zwei solche Entscheidungen in einer Woche gegen dich kriegst, dann glaubst du an gar nichts mehr." Die Würzburger fühlten sich "wie Fußabtreter". In der vergangenen Saison in der 3. Liga, wo es keine Videoassistenten gab - hätte es nicht so viele strittige Szenen gegeben. "Und wenn das jetzt so weitergeht, dann können wir das (mit dem Videoassistenten) auch einstampfen."

© dpa-infocom, dpa:210212-99-420195/3

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