Elf Gründe: Deshalb wird Deutschland WM-Sieger - Am Sonntag startet Mission Titelverteidigung

Am Sonntag startet die DFB-Elf gegen Mexiko in die WM. Die AZ zeigt, weshalb es mit der Mission Titelverteidigung in Russland klappt.
| Patrick Strasser
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Die Weltmeister von 2014 wollen es auch 2018 nochmal wissen.
dpa Die Weltmeister von 2014 wollen es auch 2018 nochmal wissen.

Moskau - Kampf dem Weltmeister-Fluch! Drei der letzten vier Weltmeister sind vier Jahre später nicht nur daran gescheitert, ihren Titel zu verteidigen, sondern bereits in der Vorrunde raus. Frankreich 2002, Italien 2010 und Spanien 2014. Macht es die DFB-Elf in Russland besser?

"Die Spieler müssen physisch und psychisch an ihre Grenzen gehen. Jeder will uns stürzen", umschrieb Bundestrainer Joachim Löw das Schicksal eines Titelverteidigers. Doch 1435 Tage nach ihrem Triumph von Rio zählen frühere Meriten nicht mehr. "Wir sind Weltmeister, Confed-Cup-Sieger, haben Qualität", betont Sami Khedira vor dem Auftaktspiel am Sonntag (17 Uhr, ZDF und Sky) gegen Mexiko.

Die erstmalige Titelverteidigung ist im Visier der Nationalelf, der fünfte Stern soll ans DFB-Firmament geheftet werden. Auf dem Gipfel zu bleiben, nicht vom Thron gestoßen zu werden, ist jedoch schwieriger, als diese zu erklimmen.

WM-Auftakt für DFB-Team in Russland: Deutschland gegen Mexiko

Elf Fakten, warum es dem Löw-Team gelingen wird:

1. Mit Jogi immer vier: Startete die deutsche Elf mit Löw im Trainerstab in eine WM, glückten stets vier Treffer in den Auftaktpartien. 2014 fertigte man Portugal 4:0 ab, vier Jahre zuvor Australien mit demselben Ergebnis. 2006 begann die Heim-WM mit einem 4:2 gegen Costa Rica, damals war Löw Assistent von Jürgen Klinsmann.

2. Loslegen als Trumpf: Zuletzt gab es im ersten WM-Spiel sieben Siege in Serie – eine Auftaktpleite: 1982 in Spanien schockten die Algerier eine überhebliche deutsche Elf mit 2:1.

3. Der Confed-Cup-Erfolg: Mit 4:1 hatte Löws Perspektiv-Team vor Jahresfrist in Russland Mexiko abgefertigt. "Mexiko war eigentlich besser, wir haben von Fehlern profitiert", sagt Joshua Kimmich. Der Rechtsverteidiger, der 28 der letzten 29 Länderspiele bestritt: "Mit meiner ersten WM geht für mich ein Kindheitstraum in Erfüllung."

4. Müller, der WM-Liebhaber: Der Bayern-Star erzielte in 13 WM-Spielen zehn Treffer, bereitete sechs vor. Bei der EM liegt ein Fluch auf ihm: Elf Partien, kein Tor. Müller: "Es geht von Null los."

5. Halbfinale schon gebongt: Seit 13 Jahren fand keine WM oder EM ohne Halbfinalist Deutschland statt. 2004 bei der EM in Portugal scheiterte die DFB-Elf zuletzt vorher – blamabel in der Gruppenphase. Und wenn man schon mal unter den letzten Vier ist...

6. Vorteil Watutinki: Als Gruppensieger würde man bis zum Finale drei (Heim-)Spiele in Moskau austragen; kurze Wege kommen immer gut an.

7. Der Bayern-Block: Neuer, Boateng, Hummels, Kimmich und Müller sind gesetzt, Rudy und Süle können von der Bank kommen. Ein starkes Bayern-Gerüst hat schon 1974 geholfen.

8. Der mit den Fingern sieht: DFB-Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hat die Erfahrung von fünf WM-Endrunden und zuletzt Boateng und Neuer rechtzeitig fit bekommen.

9. Löws Erfahrung: Mexiko wird sein 32. Turnierspiel, er ist dann weltweit der Trainer mit den meisten Partien bei WM oder EM (vor Luiz Felipe Scolari /31). Nur Helmut Schön, Bundestrainer beim Triumph 1974, war auch bei sechs Turnieren der Boss.

10. Mexiko liegt dem DFB: Bei der WM 1978 gab’s ein 6:0 in der Gruppenphase, 1986 im Viertelfinale ein 4:1 nach Elfmeterschießen, 1998 ein 2:1 im Achtelfinale.

11. Nomen est omen: Die deutsche Nationalelf ist Erster der Fifa-Weltrangliste. Noch Zweifel?

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