Einzelkritik zur 1:2-Niederlage gegen die USA

Auf den Tag ein Jahr vor dem EM-Start haben Jürgen Klinsmann und die USA Schwächen der deutschen Fußball-Weltmeister gnadenlos aufgedeckt. Die Noten der DFB-Spieler in der Bilderstrecke.
| SID
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Ron-Robert Zieler: War nur selten gefordert. Spielte gut mit und machte alles richtig. Bei den Gegentreffern ohne Abwehrchance. - Note: 2,5
dpa 16 Ron-Robert Zieler: War nur selten gefordert. Spielte gut mit und machte alles richtig. Bei den Gegentreffern ohne Abwehrchance. - Note: 2,5
Sebastian Rudy: Ganz schwache Leistung auf der rechten Seite der Viererkette. Verlor beim 1:1 Mix Diskerud aus den Augen. Auch im Offensivspiel mit viel zu vielen Patzern. - Note: 5
dpa 16 Sebastian Rudy: Ganz schwache Leistung auf der rechten Seite der Viererkette. Verlor beim 1:1 Mix Diskerud aus den Augen. Auch im Offensivspiel mit viel zu vielen Patzern. - Note: 5
Shkodran Mustafi: Wunder Punkt in der Innenverteidigung. Leistete sich viele Stellungs- und Abspielfehler. In der zweiten Halbzeit zunächst leicht verbessert, beim zweiten Gegentor nachlässig. - Note: 5
dpa 16 Shkodran Mustafi: Wunder Punkt in der Innenverteidigung. Leistete sich viele Stellungs- und Abspielfehler. In der zweiten Halbzeit zunächst leicht verbessert, beim zweiten Gegentor nachlässig. - Note: 5
Antonio Rüdiger: Ständiger Unsicherheitsfaktor. Stand oft zu weit vom Gegenspieler weg und wirkte durchweg orientierungslos. - Note: 5
GES-Sportfoto | Augenklick 16 Antonio Rüdiger: Ständiger Unsicherheitsfaktor. Stand oft zu weit vom Gegenspieler weg und wirkte durchweg orientierungslos. - Note: 5
Jonas Hector: Der Lokalmatador sah in einigen Aktionen alt aus und musste in seinem vierten Länderspiel Lehrgeld zahlen. In der Offensive mit einigen Lichtblicken. - Note: 4
dpa 16 Jonas Hector: Der Lokalmatador sah in einigen Aktionen alt aus und musste in seinem vierten Länderspiel Lehrgeld zahlen. In der Offensive mit einigen Lichtblicken. - Note: 4
Bastian Schweinsteiger: Ordentliche Vorstellung. War stets um Ordnung bemüht und verstand sich gut mit Gündogan. Kann aber viel mehr. Nach 45 Minuten war Feierabend. - Note: 3,5
dpa 16 Bastian Schweinsteiger: Ordentliche Vorstellung. War stets um Ordnung bemüht und verstand sich gut mit Gündogan. Kann aber viel mehr. Nach 45 Minuten war Feierabend. - Note: 3,5
Ilkay Gündogan: Sowohl defensiv als auch offensiv sehr präsent. War eindeutig der Chef im Ring, der auch das Tempo bestimmte und mit klugen Pässen glänzte. Durfte nach einer Stunde duschen. - Note: 2,5
dpa 16 Ilkay Gündogan: Sowohl defensiv als auch offensiv sehr präsent. War eindeutig der Chef im Ring, der auch das Tempo bestimmte und mit klugen Pässen glänzte. Durfte nach einer Stunde duschen. - Note: 2,5
Patrick Herrmann: Tolles Debüt des Gladbacher Shootingstars. Legte nach einem tollen Solo Götze zum 1:0 auf und brachte über die rechte Seite immer wieder Gefahr vor das gegnerische Tor. Entschied das Duell gegen seinen Vereinskameraden Fabian Johnson klar für sich. - Note: 2
dpa 16 Patrick Herrmann: Tolles Debüt des Gladbacher Shootingstars. Legte nach einem tollen Solo Götze zum 1:0 auf und brachte über die rechte Seite immer wieder Gefahr vor das gegnerische Tor. Entschied das Duell gegen seinen Vereinskameraden Fabian Johnson klar für sich. - Note: 2
Mesut Özil: Deutete in vielen Situationen seine Extraklasse an. Spielte einige gescheite Pässe, gönnte sich aber aber auch einige Päuschen. - Note: 2,5
dpa 16 Mesut Özil: Deutete in vielen Situationen seine Extraklasse an. Spielte einige gescheite Pässe, gönnte sich aber aber auch einige Päuschen. - Note: 2,5
André Schürrle: Sprühte vor Spielfreude und suchte immer wieder den Abschluss. Half auch hinten aus. Nach 45 Minuten war Feierabend. - Note: 2,5
firo/AK 16 André Schürrle: Sprühte vor Spielfreude und suchte immer wieder den Abschluss. Half auch hinten aus. Nach 45 Minuten war Feierabend. - Note: 2,5
Mario Götze: War nach einer für ihn mittelmäßigen Saison auf den Punkt topfit und erwies sich wie im WM-Finale beim 1:0 als eiskalter Vollstrecker. Hätte aber nachlegen müssen. Ständiger Unruheherd im US-Strafraum. - Note: 2,5
dpa 16 Mario Götze: War nach einer für ihn mittelmäßigen Saison auf den Punkt topfit und erwies sich wie im WM-Finale beim 1:0 als eiskalter Vollstrecker. Hätte aber nachlegen müssen. Ständiger Unruheherd im US-Strafraum. - Note: 2,5
Lukas Podolski: Der Kölner Volksheld kam überrschend erst in der 46. Minute, übernahm von Schweinsteiger die Kapitänsbinde. War äußerst engagiert, aber auch glücklos. Konnte sich nicht für einen neuen Arbeitgeber empfehlen. - Note: 3,5
dpa 16 Lukas Podolski: Der Kölner Volksheld kam überrschend erst in der 46. Minute, übernahm von Schweinsteiger die Kapitänsbinde. War äußerst engagiert, aber auch glücklos. Konnte sich nicht für einen neuen Arbeitgeber empfehlen. - Note: 3,5
Sami Khedira: Kam nach der Pause und sammelte nach einer schlimmen Saison bei Real Madrid Spielpraxis für das Match gegen Gibraltar. Der neue Juve-Star zeigte Licht und Schatten. - Note: 4
dpa 16 Sami Khedira: Kam nach der Pause und sammelte nach einer schlimmen Saison bei Real Madrid Spielpraxis für das Match gegen Gibraltar. Der neue Juve-Star zeigte Licht und Schatten. - Note: 4
Max Kruse: Ersetzte Götze, blieb aber ohne eine Chance. - Ohne Note
dpa 16 Max Kruse: Ersetzte Götze, blieb aber ohne eine Chance. - Ohne Note
Christoph Kramer: Der künftige Leverkusener ersetzte Gündogan und konnte noch einige Akzente setzten. - Note: 3
dpa 16 Christoph Kramer: Der künftige Leverkusener ersetzte Gündogan und konnte noch einige Akzente setzten. - Note: 3
Karim Bellarabi: Konnte in der Schlussphase nichts mehr ausrichten. - Ohne Note
dpa 16 Karim Bellarabi: Konnte in der Schlussphase nichts mehr ausrichten. - Ohne Note

Köln - Mit anfangs spielstarker Offensive, aber auch sehr wackliger Defensive verlor die DFB-Elf gegen die Amerikaner in Köln ohne mehrere Stammspieler mit 1:2 (1:1) - und das verdient.

In sehr überzeugenden ersten 35 Minuten gelang der deutschen Nationalmannschaft von Bundestrainer Joachim Löw trotz bester Gelegenheiten nur das 1:0 durch Mario Götze (12.) - glänzend vorbereitet vom Mönchengladbacher Debütanten Patrick Herrmann, der seine Chance drei Tage vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Gibraltar nutzte.

Lesen Sie hier: 1:2 - DFB-Elf verliert gegen Klinsmann

Dann riss allerdings der Faden, vier Minuten vor der Pause traf Mix Diskerud zum Ausgleich. Die junge deutsche Viererkette mit Sebastian Rudy, Antonio Rüdiger, Shkodran Mustafi und Jonas Hector war nicht nur in dieser Szene schlecht organisiert. In der zweiten Halbzeit waren die USA die bessere Mannschaft gegen ein phasenweise konfuses DFB-Team. Torhüter Ron-Robert Zieler rettete kurz vor dem Abpfiff gegen den freistehenden Michael Bradley (82.), gegen den Schuss von Bobby Wood (Erzgebirge Aue/87.) war er aber machtlos. Sami Khedira köpfte in der Nachspielzeit nur an die Querlatte des US-Tores (90.+4).

Zunächst ohne Lukas Podolski, der in "seinem" Stadion auf der Bank Platz nehmen musste, schien der Weltmeister die von Löw geforderte Spannung aufgebaut zu haben: Er begann druckvoll. Nach einem Seitenwechsel Herrmanns und einer Ablage von Götze, der im Sturm den Vorzug vor Max Kruse bekam, hatte Mesut Özil die erste Chance. Fünf Minuten später hatte US-Keeper Brad Guzan gegen Götzes Schuss aus zehn Metern keine Chance. Herrmann war über den halben Platz marschiert und hatte Götze mustergültig bedient. Überhaupt war der 24-Jährige von seinem Klubkollegen Fabian Johnson anfangs nicht zu stoppen, er begeisterte die 40.348 Zuschauer in der bei weitem nicht ausverkauften Arena.

Die US-Boys, die im Juli erneut den Gold Cup gewinnen wollen, versteckten sich nicht, spielten nach vorne aber zunächst hektisch und ungenau. Sie kamen somit kaum zu Chancen. Diskerud (10.) verfehlte das Tor des gebürtigen Kölners Zieler, der in Abwesenheit von Manuel Neuer zum dritten Mal in Folge den Vorzug vor Roman Weidenfeller bekommen hatte.

Herrmann hätte die starke erste Halbzeit seiner Länderspiel-Karriere fast mit seinem ersten Tor gekrönt, doch nach einem Lupfer-Pass von Özil traf er den Ball nicht richtig (26.). Götze scheiterte nach einem weiteren schönen Zuspiel Özils freistehend an Guzan.

Der mit großem Applaus begrüßte Klinsmann hatte die drei Bundesligaspieler Johnson, Timothy Chandler (Eintracht Frankfurt) und John Brooks (Hertha BSC) in die Startelf beordert. Sie bildeten drei Viertel der Abwehrkette. Der Ingolstädter Alfredo Morales saß dagegen zunächst ebenso auf der Bank wie Wood.

Zur Halbzeit begann die Wechselorgie, was den Spielfluss hemmte. Löw brachte den gerade zu Juventus Turin gewechselten Khedira und nun auch Podolski, der zur Freude des Kölner Publikums die Kapitänsbinde von Bastian Schweinsteiger übernahm. Später kamen auch Christoph Kramer, Max Kruse und Karim Bellarabi zu ihrem Einsatz.

Viel lief aber nicht mehr zusammen, zudem tauchten die Amerikaner ab und an gefährlich im deutschen Strafraum auf - hätte sich Mustafi nicht in einen Schuss Chandlers geworfen, wäre es schon das 1:2 gewesen (56.). Die deutsche Mannschaft ließ sich erst zehn Minuten später wieder vorne blicken, als Khedira mit dem Kopf nicht richtig an eine Flanke des nun unauffälligeren Herrmann kam. Zwingender blieben die Gäste.

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