Drei Punkte als Hertha-Mutmacher gegen Abstieg

Am Frühstückstisch will Pal Dardai überlegen, wen er auf den Platz gegen den SC Freiburg schickt. Es kann ein außerordentlich wichtiges Spiel für Hertha BSC werden. Die Unruhe um Jens Lehmann soll dabei keine Rolle mehr spielen.
| dpa
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Herthas Trainer Pal Dardai winkt nach einem Spiel den Fotografen zu.
Herthas Trainer Pal Dardai winkt nach einem Spiel den Fotografen zu. © Tobias Schwarz/AFP POOL/dpa
Berlin

Es kann und soll der endgültige Mutmacher im Kampf gegen den Abstieg für Hertha BSC werden.

Mit einem Sieg an diesem Donnerstag (18.30 Uhr/DAZN) im Nachholspiel gegen den SC Freiburg könnten die Berliner vom 17. womöglich bis auf den 14. Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga klettern. Der Vier-Punkte-Plan von Trainer Pal Dardai wäre in dem Fall nach nur zwei der insgesamt drei Nachholspiele wegen der zweiwöchigen Corona-Quarantäne aufgegangen.

Wen er im Olympiastadion in der Startelf auf den Platz schickt, wird sich laut Dardai erst beim Frühstück am Nachholspiel-Tag entscheiden. Dass er sich dann keine Gedanken über eine Aufsichtsrats-Personalie machen muss, kommt dem 45 Jahre alten Ungarn dabei sehr gelegen.

DIE BEDEUTUNG DES SPIELS: Es ist eine Partie des 30. Spieltages. Sie fiel aus, weil Mannschaft und Trainer von Hertha BSC wegen einiger positiver Corona-Befunde in Isolation waren. Am Montag hatten die Herthaner gegen den FSV Mainz 05 dann das erste der ausgefallenen Spiele mit 1:1 beendet. Am kommenden Sonntag empfangen die Berliner zum regulären 32. Spieltag Arminia Bielefeld. Mittendrin nun das Match gegen den Sport-Club. "Freundschaften zählen dann nicht, ich bin mehr als heiß gegen meinen Ex-Club", sagte Torwart Alexander Schwolow. Er bestritt 125 Meisterschaftsspiele für den SC, ehe er im Sommer vergangenen Jahres nach Berlin wechselte: "Wir müssen unsere Situation voll annehmen, für uns geht es nur darum, drei Punkte zu holen."

DER TREND: Hertha ist seit drei Heimspielen unbesiegt, holte sieben von neun möglichen Punkten. Freiburg reist mit drei Auswärtsniederlagen nacheinander nach Berlin.

DAS VORSPIEL: Das kam zur Unzeit. Der Wirbel um Jens Lehmanns rassistische Nachricht an den ehemaligen Nationalspieler Dennis Aogo ging auch an der Mannschaft nicht vorbei. Die Verantwortlichen handelten umgehend, Lehmann wurde aus dem Aufsichtsrat entfernt. An der Mannschaft sei der 51-Jährige aber eh nicht nah dran gewesen, meinte Dardai.

DIE ZITATE ZUM SPIEL: Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Ich werde die Eindrücke vom Abschlusstraining abwarten, Gespräche führen und beim Frühstück die letzten Entscheidungen treffen. Dann habe ich alle Werte und Meinungen und dann entscheiden wir, wie wir rotieren – auch im Hinblick auf den Block bis Bielefeld."

© dpa-infocom, dpa:210505-99-483537/2

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