Drama um Heinz Flohe: Ex-Löwe im Koma!

Drama um Heinz Flohe: Der frühere Nationalspieler, der auch beim TSV 1860 spielte, liegt im künstlichen Koma. Der 62-Jährige hatte bereits mehrfach Probleme mit dem Herz.
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Kam auf 39 Länderspiele, 1974 wurde er Weltmeister: Heinz Flohe, hier mit Bundestrainer Helmut Schön 1978 nach dem 0:1 in einem Testspiel gegen Brasilien im April 1978 in Hamburg.
Rzepka/Augenklick Kam auf 39 Länderspiele, 1974 wurde er Weltmeister: Heinz Flohe, hier mit Bundestrainer Helmut Schön 1978 nach dem 0:1 in einem Testspiel gegen Brasilien im April 1978 in Hamburg.

Drama um Heinz Flohe: Der frühere Nationalspieler, der auch beim TSV 1860 spielte, liegt im künstlichen Koma. Der 62-Jährige hatte bereits mehrfach Probleme mit dem Herz.

Das Kölner Fußball-Idol Heinz Flohe liegt nach einem Schwächeanfall im künstlichen Koma. Das melden am Samstag übereinstimmend die Bild-Zeitung und der Kölner Express. Der frühere Nationalspieler hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme mit dem Herzen und wurde bereits mehrfach operiert. Seit 2004 hat der heute 62-Jährige eine künstliche Herzklappe. Er wird derzeit auf der Intensivstation des Herz-Zentrums der Kölner Uni-Klinik behandelt. „Ich bin total schockiert“, sagte Flohes langjähriger Wegbegleiter Stephan Engels der Bild-Zeitung. Er habe am vergangenen Montag noch mit Flohe telefoniert: „Da ging es ihm gut. Ich hoffe, dass er bald wieder auf die Beine kommt.“ Ex-Nationalspieler Engels ist mit Flohe befreundet und hat zuletzt mehrfach versucht, Kontakt aufzunehmen: „Ich habe seine Frau Ulla und Heinz in den letzten Tagen am Telefon nicht erreicht. Das ist eigentlich unüblich.“

Flohe spielte von 1966 bis 1979 beim 1. FC Köln, er bestritt 39 Länderspiele. 1974 absolvierte er drei Spiele bei der WM, beim 0:1 in der Vorrunde gegen die DDR, sowie in der Zwischenrunde beim 2:0 gegen Jugoslawien und beim 4:2 gegen Schweden. 1979 wechselte er dann zum TSV 1860, damals ein Sensations-Transfer. Doch Flohe kam nur auf 14 Einsätze für die Löwen, nach einem der brutalsten Fouls der Bundesliga-Geschichte durch den Duisburger Paul Steiner erlitt Flohe im Münchner Olympiastadion beim 2:1 gegen den MSV zehn Minuten vor Abpfiff einen komplizierten Schien- und Wadenbeinbruch, der seine Karriere dann auch beendete.

Später war er noch als Co-Trainer bei seinem Heimatverein 1. FC Köln tätig. Weiterhin trainierte er verschiedene Fußballvereine in seinem Heimatkreis Euskirchen, wie den TSC Euskirchen und den TuS Ülpenich. Aktuell ist er für den Landesligisten TSC Euskirchen in der Saison 2009/2010 als Talentsucher aktiv und unterstützt seinen Sohn Nino (Trainer) in der täglichen Arbeit. Flohe wurde bereits 1992 am Herzen operiert und musste sich am 7. Januar 2004 wegen anhaltender Herz-Rhythmusstörungen erneut einer Herz-OP unterziehen. Dabei wurde ihm eine neue Herzklappe eingesetzt.

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