Dortmunder Ousmane Dembélé schießt Frankreich zum Sieg gegen England

Frankreich betreibt Wiedergutmachung für das überraschende 1:2 in der WM-Qualifikation in Schweden - und besiegt England mit 3:2. Die Fans setzen Zeichen der Solidarität nach den Anschlägen von Manchester und London.
| sid/dpa
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Ousmane Dembele (links) jubelt mit seinem Teamkollegen Kylian Mbappe über den Treffer zum 3:2.
dpa Ousmane Dembele (links) jubelt mit seinem Teamkollegen Kylian Mbappe über den Treffer zum 3:2.

Frankreich betreibt Wiedergutmachung für das überraschende 1:2 in der WM-Qualifikation in Schweden - und besiegt England mit 3:2. Die Fans setzen Zeichen der Solidarität nach den Anschlägen von Manchester und London.

Saint-Denis - Ousmane Dembélé von DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund hat die französische Nationalmannschaft im Testspiel gegen England zum Sieg geschossen. Der 20-Jährige traf im Stade de France in der 78. Minute in Unterzahl zum 3:2 (2:1), zuvor hatte er bereits das 2:1 von Djibril Sidibé (43.) vorbereitet, allerdings auch eine Großchance (16.) vergeben. Das erste Tor des Vize-Europameisters hatte Samuel Umtiti (22.) erzielt.

Für England traf Kapitän Harry Kane (9. und 48., Foulelfmeter) doppelt, vor seinem zweiten Tor hatte Frankreichs Raphael Varane die Rote Karte wegen einer Notbremse gesehen (46.). Kane hatte seinem Team am Samstag in letzter Minute das 2:2 in der "Battle of Britain" in Schottland gesichert, in den vergangenen fünf Spielen hat der 23-Jährige nun elf Mal getroffen.

Frankreich betrieb mit dem Erfolg Wiedergutmachung für die überraschende 1:2-Niederlage in der WM-Qualifikation am Freitag in Schweden. Durch einen Patzer von Keeper Hugo Lloris hatte die Equipe Tricolore die Tabellenführung in der Gruppe A verloren.

Vor dem Match hatten die Mannschaften und die 81.000 Zuschauer der Opfer der Terroranschläge in Manchester und London gedacht. Beide Teams liefen zum Oasis-Hit "Don't Look Back in Anger" ins Stadion ein, den die Menschen nach dem Anschlag von Manchester auf den Straßen der Stadt spontan gesungen hatten. Auf der Tribüne verfolgten der französische Staatspräsident Emmanuel Macron und die britische Premierministerin Theresa May das Spiel Seite an Seite.

Auf Fernsehbildern des Senders TF1 war zu sehen, dass auch Zuschauer mit französischer Trikolore auf der Wange "God Save the Queen" anstimmten. Der Text wurde auf den Großleinwänden im Stade de France im Pariser Vorort Saint-Denis eingeblendet. Die Szene erinnerte an die Begegnung der beiden Teams im englischen Wembley-Stadion wenige Tage nach den Pariser Terroranschlägen vom November 2015. Damals hatten zahlreiche englische Fans demonstrativ die Marseillaise mitgesungen.

Die Begegnung im Stade de France stand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen, rund 1100 Polizisten waren im Einsatz.

Weitere Länderspiel-Ergebnisse

Australien - Brasilien 0:4 (0:1)
Singapur - Argentinien 0:6 (0:2)
Südafrika - Sambia 1:2 (1:0)
Norwegen - Schweden 1:1 (1:0)
Rumänien - Chile 3:2 (1:2)
Kamerun - Kolumbien 0:4 (0:2)
Kanada - Curaçao 2:1 (1:1)
Peru - Jamaika 3:1 (2:0)
Ecuador - El Salvador 3:0 (1:0)

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