Doppelschlag hilft Leverkusen: Augsburgs schwarze Serie

Die Frühstarter von Bayer Leverkusen gewinnen ein kurioses Gastspiel beim FC Augsburg. Zwei Eigentore helfen der Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane. Die weiter sieglosen Augsburger können ihre schwarze Serie einfach nicht beenden.
| Von Martin Moravec, dpa
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Patrik Schick von Leverkusen (r) trifft zum 1:3.
Patrik Schick von Leverkusen (r) trifft zum 1:3. © Matthias Balk/dpa
Augsburg

In einem Spektakel mit zwei Eigentor-Aussetzern hat Bayer Leverkusen seine Superserie gegen den FC Augsburg ausgebaut. Die Frühstarter von der Werkself blieben dank eines kuriosen 4:1 (2:1) am Samstag auch im 21. Bundesligaspiel gegen die Fuggerstädter unbesiegt und bauten ihren Topstart auf sieben Punkte aus. Die in der Defensive bloßgestellten Augsburger stecken mit nur einem Zähler schon im Tabellenkeller fest und warten weiter auf ein Ende ihrer schwarzen Serie gegen die Leverkusener.

Ein Eigentor-Doppelschlag durch Iago in der 3. Minute und Florian Niederlechner (14.) sorgte bei Augsburgs Trainer Markus Weinzierl schon früh für Katerstimmung. Bayer hat in der Anfangsviertelstunde nun bereits fünf Treffer erzielt.

Nach einem Aussetzer von Mitchel Bakker vor 10 582 Zuschauern gelang dem nimmermüden Niederlechner (30.) der erste Augsburger Treffer der Saison. Ein mögliches 3:1 vor der Halbzeit durch Moussa Diaby (43.) erkannte der Video-Schiedsrichter wegen vorherigen Handspiels ab. Für die dominante Bayer-Elf erhöhten Patrik Schick (75.), der sogar noch die Latte (88.) traf, und Joker Florian Wirtz (81.).

Die Fans erlebten eine hochunterhaltsame erste Hälfte mit leichten Slapstick-Elementen. Die Leverkusener, die ihr riesiges Potenzial in der Offensive immer wieder zeigten, gingen dank zweier Eigentore der Hausherren in Führung. Iago wollte vor dem nachsetzenden Stürmer Schick eigentlich klären. Der Linksverteidiger traf den Ball aber so sehenswert unglücklich, dass Torwart Rafal Gikiewicz bei dem Lupfer keine Chance zu reagieren hatte.

Der nächste Fauxpas der Augsburger, die nach dem 0:0 bei Eintracht Frankfurt vor einer Woche mit Daniel Caligiuri und Carlos Gruezo im Mittelfeld von Beginn an aufliefen, war nicht weniger überraschend. Kerem Demirbay führte eine Ecke kurz aus, bekam den Ball zurückgespielt und zog aufs kurze Eck ab. Niederlechner fälschte den Ball mit dem Kopf ins eigene Tor ab. Erstmals kassierte der FCA damit zwei Eigentore in einem Bundesligaspiel.

Wie erholt sich eine Mannschaft von einem solchen Doppelschlag? Zum Beispiel, indem der Gegner mithilft. Der unsichere Bakker schlug nach einer Iago-Flanke ein Luftloch und irritierte damit seinen eigenen Keeper Lukas Hradecky. Niederlechner drückte den Ball über die Linie - es war eine Art gefühltes Eigentor.

Die Abwehrreihen waren immer wieder alarmiert. Hradecky zeigte gegen Ruben Vargas (39.) eine Parade, Diabys Jubel über sein vermeintliches 3:1 kam nach einem Handspiel von Charles Aranguiz zu früh.

Die spielerisch besseren Leverkusener von Coach Gerardo Seoane leisteten sich in der Defensive Unkonzentriertheiten und Fehlpässe. Der FCA konnte diese Chancen aber nicht nutzen. Stattdessen vergab Schick (58.) zunächst alleine vor Gikiewicz, ehe er nach einem Konter doch die Zwei-Tore-Führung wieder herstellte. Wirtz umkurvte kurz vor dem Ende noch den aus dem Tor gelaufenen Augsburger Keeper zum 4:1. Schick und der eingewechselte Amine Adli verpassten sogar das 5:1.

© dpa-infocom, dpa:210828-99-03943/2

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