DFB-Frauen verlieren unglücklich: 1:2 in den Niederlanden

Die deutschen Fußball-Frauen haben den ersten Härtetest in Vorbereitung auf die EM 2022 verloren. Beim Europameister aus den Niederlanden verkaufte sich das DFB-Team über weite Strecken ordentlich. Am Ende entschied ein Abwehrfehler.
| Von Gerald Fritsche, dpa
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Die Niederländerin Aniek Nouwen (hinten) verliert das Kopfball-Duell gegen Alexandra Popp.
Die Niederländerin Aniek Nouwen (hinten) verliert das Kopfball-Duell gegen Alexandra Popp. © Maurice Van Steen/ANP/dpa
Venlo

Die Siegesserie der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft ist gerissen. Nach zwölf Erfolgen in Serie musste sich das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg in Venlo gegen Europameister Niederlande mit 1:2 (1:1) geschlagen geben.

Jackie Groenen hatte die Gastgeberinnen nach 16 Minuten nach einem Deckungsfehler in Führung gebracht. Laura Freigang (44.) gelang mit ihrem fünften Tor im vierten Länderspiel vor der Pause überraschend der Ausgleich. Danielle van de Donk (60.) traf zur erneuten Führung für die Niederlande. Damit gewann der WM-Zweite auch das Drei-Länder-Turnier, in dem sich beide Teams zuvor gegen Belgien durchgesetzt hatten.

Bundestrainerin Voss-Tecklenburg hatte im Vergleich zum 2:0 gegen Belgien am Sonntag zuvor fünf Veränderungen in der Startelf vorgenommen. Unplanmäßig musste sie dabei auf Marina Hegering verzichten, die wegen muskulärer Probleme nicht auflaufen konnte. Damit wurde auch die vorgesehene Abwehrformation gesprengt. Lena Lattwein kam erneut in der Innenverteidigung mit Lena Oberdorf zum Einsatz, die Außenverteidigung übernahmen Sophia Kleinherne und erstmals seit August des vergangenen Jahres wieder Sara Doorsoun.

Und diese Abwehr musste Schwerstarbeit verrichten. Man merkte den Spielerinnen an, dass sie in dieser Formation noch nie zusammengespielt hatten. Die Abstimmungsprobleme, auch mit dem Mittelfeld, ermöglichten den Niederländerinnen eine Vielzahl hochkarätiger Chancen. Jill Roord traf nach vier Minuten das Lattenkreuz, den zurückspringenden Ball konnte Lieke Martens nicht im leeren Tor unterbringen. Frohms war nur neun Minuten später erneut gegen Roord gefordert, wie später auch gegen Vivianne Miedema und Martens (35.) sowie Martens und van de Donk (42.).

In dieser Phase bekam die DFB-Mannschaft keine Ruhe und Entlastung ins Spiel. Die Bälle wurden viel zu schnell verloren, die deutschen Spielerinnen bewegten sich zu träge.

Doch urplötzlich wendete sich das Blatt. Wie aus dem Nichts gelang der Ausgleich. Nach gutem Zusammenspiel zwischen Alexandra Popp und Svenja Huth war Freigang im Zentrum völlig frei und überwand die niederländische Ersatztorhüterin Lize Kop. Unmittelbar danach hatte Klara Bühl sogar die Chance zur Führung, scheiterte aber an Kop.

Das neugewonnene Selbstvertrauen nahmen die deutschen Spielerinnen in die zweite Halbzeit mit. Mit aggressiven Pressing wurde das Aufbauspiel der Gegnerinnen gestört und dadurch Ballverluste der Niederländerinnen provoziert. In der 57. Minute scheiterte Bühl an Kop. Der Angriff der Gastgeberinnen blieb aber gefährlich, Martens (57.) verzog nach einem Konter nur knapp, und auch die Führung entsprang einem Konter.

Auch danach blieben die Deutschen weiter aktiv und hatten durch die eingewechselte Lea Schüller (69.) zwei Großchancen zum Ausgleich, die aber nicht genutzt wurden. Auch in der Schlussphase blieben die DFB-Frauen im Abschluss zu ungenau und verpassten so das verdiente Unentschieden.

© dpa-infocom, dpa:210224-99-579861/2

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