DFB-Frauen nach 3:1 gegen Brasilien zuversichtlich zur EM

Bei der gewonnenen EM-Generalprobe gegen Brasilien zeigen sich die deutschen Fußballerinnen bereits in guter Form. Verbesserungswürdig sind Torabschluss und Standards. Torhüterin Almuth Schult bleibt trotz Fauxpas die Nummer eins.
| dpa
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Hasret Kayikci (l.) im Spiel gegen Brasilien.
imago/foto2press Hasret Kayikci (l.) im Spiel gegen Brasilien.

Sandhausen - Mit dem 3:1-Sieg gegen Brasilien haben die deutschen Fußballerinnen knapp zwei Wochen vor dem Start der EM in den Niederlanden noch einmal Selbstbewusstsein getankt. Bundestrainerin Steffi Jones war zufrieden mit dem Erfolg, den Linda Dallmann (30. Minute), Hasret Kayikci (64.) und Leonie Maier (78.) herausschossen. DFB-Torhüterin Almuth Schult genießt trotz ihres Fauxpas, der zum Gegentreffer von Ludmila (49.) führte, das Vertrauen von Jones und den Teamkolleginnen.

TORAUSBEUTE: Der Europameister bot eine beachtliche spielerische Leistung, war gegen die Südamerikanerinnen hoch überlegen, hätte aber deutlicher gewinnen können. "Wir müssen an der Chancenverwertung arbeiten. Im Turnier hat man nicht so viele Chancen, da muss man eiskalt vor dem Tor sein", monierte DFB-Spielführerin Dzsenifer Marozsan die Ausbeute. Doch bis zum EM-Auftaktmatch gegen Schweden am 17. Juli hat der Olympiasieger noch etwas Zeit, an den Defiziten zu arbeiten. "Standards haben wir noch gar nicht trainiert", sagte Jones. Auch das schnelle Umschalten und der Torabschluss seien Trainingsschwerpunkte.

RÜCKENDECKUNG: Auch wenn Torhüterin Almuth Schult das Gegentor (49.) verschuldete, als sie sich nach einem Rückpass von Ludmila den Ball abgrätschen ließ, bleibt die Wolfsburgerin unangetastet. "Sie wackelt nicht als Nummer eins", stellte Jones klar. "Sie weiß am besten, dass sie einen Fehler gemacht hat. Aber das wird ihr bei der EM nicht noch einmal passieren." Auch die Mitspielerinnen stehen hinter der 26 Jahre alten Torfrau. "Ich mache hunderte Fehler im Spiel, Almuth nur einen. Sie hat uns schon oft genug den Arsch gerettet", befand Stürmerin Hasret Kayikci, die sich über ihren Premierentreffer im DFB-Trikot mächtig freute: "Es ist wie ein Traum, dass ich bei der Euro dabei bin und hier mein erstes Länderspieltor machen konnte."

DURCHSCHNAUFEN: Nach dem Ende des dritten EM-Lehrgangs in Heidelberg am Freitag können die Spielerinnen ein wenig durchschnaufen. Jones gibt ihnen vier Tage frei. "Sie sollen abschalten, weil wir in den Lehrgängen wirklich sehr intensiv gearbeitet haben. Natürlich bekommen sie Aufgaben mit, zum Beispiel Krafttraining und Laufen", sagte Jones. Am 12. Juli trifft sich die Mannschaft in Düsseldorf und reist von dort mit dem Teambus in ihr EM-Quartier, das "De Ruwenberg Hotel" in Sint-Michielsgestel. Das EM-Auftaktmatch gegen Schweden bestreitet der Titelverteidiger am 17. Juli (20.45 Uhr/ARD) in Breda.

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