Das sind die Gewinner und Verlierer des 1. Bundesliga-Spieltags

Union geht baden, der BVB und Leipzig sind in Topform: Die AZ zeigt die Bundesliga-Bilanz.
| Simon Stuhlfelner
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Klassenunterschied: Leipzig mit Christopher Nkunku (Mitte) führt Union Berlin beim 4:0 vor.
dpa Klassenunterschied: Leipzig mit Christopher Nkunku (Mitte) führt Union Berlin beim 4:0 vor.

München - Der erste Bundesliga-Spieltag endete mit einer Enttäuschung. Beim vom Anhang des Berliner Kultklubs so heiß ersehnten Bundesliga-Debüt ging Union Berlin gegen RB Leipzig mit 0:4 baden – im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Spiel wurde von starken Regenschauern geprägt.

"Das war klar viel zu wenig", schimpfte Christopher Trimmel, Kapitän des 56. Klubs der Bundesliga-Geschichte. Trainer Urs Fischer meinte: "Mit dem 0:4 sind wir noch gut bedient, es hätte noch höher ausfallen können. Wir sind hart auf dem Boden gelandet."

Den Fans der Eisernen war es freilich egal: Sie besangen und bejubelten das Team minutenlang und honorierten damit den Kampfgeist des Aufsteigers. Ihre Aktion, die ersten 15 Minuten aus Protest gegen RB Leipzig zu schweigen, wirkte bei einem Bundesliga-Debüt aber etwas deplatziert.

Was waren sonst die Erkenntnisse des ersten Spieltags? Die AZ zeigt's auf:

Dortmund und Leipzig sind schon in Topform: Der BVB spielte sich beim 5:1 gegen Augsburg in der zweiten Halbzeit in einen Rausch. Dass Stürmer Paco Alcácer nun auch als Startelfspieler und nicht nur als Joker zweimal traf, macht das Team noch gefährlicher. Sportdirektor Michael Zorc bemühte sich gleich, die Euphorie zu bremsen: "Das war ein guter Start, mehr aber auch nicht."

5:1 - Dortmund spielt sich in einen Rausch

Ähnlich äußerten sich auch die Verantwortlichen von RB Leipzig, das beim 4:0 bei Union Berlin mit Tempo und Spielwitz überzeugte. "Union ist noch nicht abgestiegen und wir sind noch nicht Meister", sagte Trainer Julian Nagelsmann nach seinem Bundesliga-Debüt für RB. Aber: "Wenn wir die Leistung in der Art und Weise gegen mehrere Gegner bestätigen, dann haben wir eine Chance, oben mitzuspielen."

Anders als früher wusste Leipzig auch mit längeren Ballbesitzphasen (insgesamt 64 Prozent) kreativ umzugehen.

Die Aufsteiger haben's schwer: Neben Union verloren auch der SC Paderborn (2:3 in Leverkusen) und der 1. FC Köln (1:2 in Wolfsburg) bei ihrer Bundesliga-Rückkehr. Immerhin: Paderborn zeigte die Courage, seinen bedingungslosen Offensivfußball auch in der Bundesliga weiter zu spielen. "Wer uns kennt, weiß, dass wir die Eier dazu haben", sagte Trainer Steffen Baumgart. Auch in Köln herrschte keine Untergangsstimmung: "Es war schon viel da, mit dem wir richtig gut weiterarbeiten können", sagte FC-Trainer Achim Beierlorzer.

Alle drei Bundesliga-Aufsteiger verlieren

Keller kann Freiburg guten Gewissens verlassen: Der designierte DFB-Präsident und Noch-Freiburg-Boss kam mit dem Rad ins Stadion, lutschte auf der Tribüne einen Lolli und freute sich über ein 3:0 seines SC Freiburg gegen Mainz.

Die Breisgauer sind unter Fritz Keller und Trainer Christian Streich weiter auf dem Weg, ein stabiler Bundesligist zu werden, zur kommenden Saison geht es in die neue Arena.

Frankfurt braucht noch einen Torjäger: Beim 1:0 gegen Hoffenheim gingen die Europa-Helden der vergangenen Saison fahrlässig mit ihren Chancen um, Verteidiger Martin Hinteregger wurde mit seinem Turbo-Tor nach 36 Sekunden zum Matchwinner. Doch Verstärkung naht: Torjäger Bas Dost von Sporting Lissabon (früher Wolfsburg) steht vor einem Wechsel zur Eintracht.

Lesen Sie hier: FC Bayern auf dem Transfermarkt - War's das jetzt?

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