Dank Reus-Tor: Bayern kann nicht auf Real treffen

Durch den Ausgleichstreffer von Marco Reus gegen Real Madrid ziehen die Dortmunder als Gruppenerster ins Achtelfinale der Champions League ein. Die Bayern können in der nächsten Runde nun nicht auf Real Madrid treffen.
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Das 2:2 gegen die "Königlichen" von Real Madrid hat Borussia Dortmund gereicht. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel zieht als Gruppenerster ins Champions-League-Achtelfinale ein.
dpa Das 2:2 gegen die "Königlichen" von Real Madrid hat Borussia Dortmund gereicht. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel zieht als Gruppenerster ins Champions-League-Achtelfinale ein.

Madrid - Im Ballsaal der Königlichen hat Borussia Dortmund dank Marco Reus eine außergewöhnliche Gruppenphase gekrönt. Der deutsche Vize-Meister lieferte dem phasenweise wunderbar aufspielenden Titelverteidiger Real Madrid im pompösen Estadio Santiago Bernabeu einen Kampf auf Augenhöhe, Reus (89.) schoss den BVB mit seinem späten Tor zum Endstand von 2:2 (0:1) zum prestigeträchtigen Gruppensieg.

Dieser ist jedoch keine Garantie für einen leichten Achtelfinalgegner - bei der Aulosung am Montag in Noyn sind für die Dortmunder unter anderem die Gruppenzweiten Paris Saint-Germain und Manchester City im Topf.

Der BVB kam in einem aufregenden Spiel nach den beiden Real-Toren durch Karim Benzema (27./53.) zurück. Pierre-Emerick Aubameyang (61.) und Reus bescherten der Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel noch den benötigten und letztlich auch verdienten Punktgewinn.

Die BVB-Viererkette mit Sokratis und dem Spanier Marc Bartra in der Mitte wurde auf eine harte Probe gestellt: Lange Pässe auf Cristiano Ronaldo im Vollsprint ließen keinen Raum für die vorhandenen Konzentrationslücken. Nach einer Hacken-Ablage des dreimaligen Weltfußballers musste Roman Weidenfeller gegen Benzema parieren (8.), ebenso später gegen James Rodriguez (18.) und in höchster Not gegen Benzema Sekunden vor dessen zweitem Tor (53.). Der BVB spielte jedoch ordentlich mit.

Dennoch nahm der Druck der seit dem 6. April (0:2 beim VfL Wolfsburg) in 33 Pflichtspielen ungeschlagenen Königlichen zu. Gab Dortmund den Ball her, schwärmten Ronaldo, Benzema und James gefährlich aus, Luka Modric übernahm gewohnt überlegt das Verteilen. Das 1:0 allerdings bereitete der frühere Leverkusener Dani Carvajal von rechts vor, Benzema schob ein. BVB-Linksverteidiger Marcel Schmelzer war weit und breit nicht zu sehen.

Dortmund beendet Gruppenphase als Tabellenerster

Tuchel war der Gruppensieg nicht sonderlich wichtig, das hatte er am Dienstagabend während der Pressekonferenz im Bauch des legendären Stadions nochmals betont. Dennoch stellte der BVB-Trainer bis auf den später eingewechselten Marco Reus eine spielstarke Mannschaft auf, in der Christian Pulisic auf der rechten und André Schürrle auf der linken Seite begannen. Schürrle hatte auch die erste Chance des Spiels (4.), sechs Minuten vor der Pause parierte Keylor Navas zudem einen scharfen Freistoß des Weltmeisters glänzend (39.).

Das Vorspielen des Dortmunder Torjägers vom Dienst interessierte auch die Real-Fans. "Alle Augen auf Aubameyang!", schrieb die Sportzeitung AS am Mittwoch. Seit Monaten kokettiert der Gabuner mit einem Wechsel zu den Königlichen - das Versprechen hatte ihm sein Großvater auf dem Sterbebett abgenommen. Bis zu seinem Tor war Aubameyang vom Spiel abgeschnitten.

Das Spiel zogen andere auf. Ousmane Dembélé spielte auf der ungewohnten Zehnerposition wild, steigerte sich aber, sein Schuss touchierte den Pfosten (47.). Kurz darauf hatte Castro das 1:1 auf dem Fuß, doch er stolperte (49.). Ronaldo verpasste mit einem Pfostenschuss das vorentscheidende 3:1 (78.) - dieser und der Ausgleich von Reus kostete letztlich Real den Gruppensieg.

Bei Real fehlte neben Gareth Bale zunächst auch Weltmeister Toni Kroos, der nach überstandenem Mittelfußbruch immerhin erstmals wieder eingewechselt wurde (61.).

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