Dank Havertz: Arsenal bereit für "große Titel"

Ein starker Moment von Nationalspieler Kai Havertz lässt den FC Arsenal nach den jüngsten Enttäuschungen wieder mit deutlich breiterer Brust in den Saisonendspurt gehen. Doch der Matchwinner warnt.
dpa |
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Kai Havertz avancierte in der Nachspielzeit zum Matchwinner.
Kai Havertz avancierte in der Nachspielzeit zum Matchwinner. © Armando Franca/AP/dpa
Lissabon

Nationalspieler Kai Havertz war nach seiner Heldentat auf dem nassen Rasen in Lissabon vor allem Erleichterung anzusehen. Dank seines Treffers in der Nachspielzeit zum 1:0-Erfolg im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Sporting Lissabon rückten die beiden Pokalpleiten des FC Arsenal in den vergangenen Tagen in den Hintergrund. "Das war eine große Wendung für uns", sagte der 26-Jährige. "Wir haben noch sieben Wochen zu spielen und können große Titel gewinnen."

Havertz, der erst in der 70. Minute für Kapitän Martin Ödegaard eingewechselt worden war, hatte die überlegenen Gunners in der ersten Minute der Nachspielzeit mit einem nervenstarken Treffer aus zentraler Position erlöst.

Arteta über Havertz: "Er liebt die großen Anlässe"

Arsenal-Coach Mikel Arteta sprach anschließend von einem "magischen Moment" und verteilte ein dickes Lob an seinen Matchwinner. "Er liebt die großen Anlässe und die großen Spiele", sagte Arteta: "Wir freuen uns, dass er zur Stelle war, als wir ihn brauchten, um das Spiel für uns zu gewinnen."

Havertz selbst gab Mitspieler Gabriel Martinelli, der das Tor mit einem Traumpass eingeleitet hatte, "80 Prozent" Anteil am Treffer. "Ich war da, um den Ball im Tor unterzubringen. Aber es war eine erstklassige Vorlage von ihm", sagte Havertz und sprach von einem "perfekten Pass".

Wie der frühere Leverkusener war auch Martinelli als Einwechselspieler gekommen. "Arsenals Super-Joker sorgen beim Sieg gegen Sporting erneut für die Wende", schrieb der "Telegraph".

Pokal-Blamage vorerst vergessen

Für das Restprogramm dürfte der Sieg den Londonern, die in der englischen Fußball-Meisterschaft neun Punkte Vorsprung auf Manchester City haben, einen willkommenen Schub an Selbstvertrauen geben. Den hatte Arsenal nach dem verlorenen Finale im League Cup gegen City und dem blamablen Aus im FA-Cup-Viertelfinale gegen Zweitligist FC Southampton am Karsamstag gebraucht.

Für den erstmaligen Triumph in der Königsklasse ist es aber auch nur ein erster Schritt, wie Havertz in Lissabon betonte. "Wir nehmen das Ergebnis natürlich mit, aber wir haben in der kommenden Woche noch viel Arbeit vor uns." Das Rückspiel steigt am Mittwoch kommender Woche in London, dazwischen steht ein Auswärtsspiel beim AFC Bournemouth an.

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