"Dabei bleibt es": DFB-Spitze steht zu Löw

Nach der Pleite gegen Nordmazedonien steht auch Bundestrainer Joachim Löw wieder verstärkt in der Kritik. Die DFB-Spitze trifft in der Diskussion um eine vorzeitige Ablösung Löws eine klare Aussage.
| dpa
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Steht nach der Pleite gegen Nordmazedonien erneut in der Kritik: Bundestrainer Joachim Löw.
Steht nach der Pleite gegen Nordmazedonien erneut in der Kritik: Bundestrainer Joachim Löw. © Federico Gambarini/dpa
Berlin

Auch nach der desaströsen 1:2-Niederlage gegen Nordmazedonien gibt es für die Führungsspitze des Deutschen Fußball-Bundes keine Diskussion um die vorzeitige Ablösung von Bundestrainer Joachim Löw.

"Das enttäuschende Spiel gegen Nordmazedonien ändert nichts an unserem Zeitplan, zumal wir von Anfang an klar gesagt haben, dass wir bis zur Fortsetzung der WM-Qualifikation im September einen neuen Bundestrainer haben und den laufenden Prozess nicht permanent kommentieren werden", sagte DFB-Präsident Fritz Keller (64) der "Bild"-Zeitung: "Dabei bleibt es." Löws Rückzug nach der EM im Sommer steht bereits fest.

Auch DFB-Direktor Oliver Bierhoff stärkte Löw (61) nach der peinlichen Niederlage in der WM-Qualifikation, die die DFB-Spitze bisher nicht kommentiert hatte, weiter demonstrativ den Rücken. "Jogi Löw hat die Kompetenz und Erfahrung, die Mannschaft erfolgreich in diese EM zu führen. Jogi ist hoch motiviert, sein letztes Turnier als Bundestrainer erfolgreich zu gestalten", sagte der 52-Jährige. Seit Löw Rücktrittsankündigung Anfang März für nach der EM (11. Juni bis 11. Juli) steht Bierhoff nach eigenen Angaben mit Kandidaten und deren Umfeld in Kontakt. "Es wird in den nächsten Wochen weitere Gespräche und Treffen geben. Mein Plan ist es, dem DFB-Präsidium rund um die EM einen Nachfolger vorzuschlagen", sagte der Ex-Profi.

Bei der Länderspiel-Premiere gegen den krassen Außenseiter Nordmazedonien hatte die zwar überlegene, aber wieder ineffiziente deutsche Fußball-Nationalmannschaft durch das 1:2 die erste Niederlage in einer WM-Qualifikation seit beinahe 20 Jahren kassiert und ist in der Gruppe derzeit nur Dritter.

"Wir dürfen natürlich nicht gegen Nordmazedonien verlieren. Erneut haben fehlende Chancenauswertung, Cleverness und Frische dazu geführt, dass wir das Spiel nicht vorzeitig für uns entschieden haben. Wir haben uns mal wieder unnötig selbst in Schwierigkeiten gebracht", resümierte Bierhoff.

DFB-Boss Keller stellte vor allem die beiden vorangegangenen WM-Qualifikationssiele gegen Island (3:0) und Rumänien (1:0) in den Mittelpunkt seiner Analyse. "Gegen Rumänien und Island gab es viele gute Szenen und viel mehr Licht als Schatten im Spiel unserer Mannschaft", sagte Keller und Bierhoff ergänzte mit Blick auf Löw: "Wir konnten gerade in den ersten beiden Spielen sehen, dass die Spieler seine Anweisungen aufnehmen und umsetzen. Dann haben wir auch immer wieder Chancen herausgearbeitet."

© dpa-infocom, dpa:210406-99-96218/2

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