Christian Streich verteidigt zeitnahe Ansetzung von Dortmund gegen Monaco - "Man darf nicht klein beigeben"

Der Freiburger Bundesliga-Trainer Christian Streich hat sich philosophisch zum Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund geäußert.
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Freiburgs Trainer Christian Streich und seine Einschätzung zur Lage.
dpa Freiburgs Trainer Christian Streich und seine Einschätzung zur Lage.

Freiburg  -  "Vielleicht gab es für Dortmund eine größere Mission als das Halbfinale. Der sportliche Erfolg kann zweitrangig sein, wenn es um eine Botschaft geht, die man an diejenigen schickt, die die Menschen in die Luft sprengen wollen", sagte der 51 Jahre alte Fußballlehrer, der sich öfter zu gesellschaftspolitischen Themen äußert.

"Es ist nicht schlimmer, wenn es Fußballer betrifft. Es ist immer schlimm", sagte Streich am Donnerstag zu den Vorfällen rund vor dem Champions-League-Spiel des BVB am Dienstagabend gegen AS Monaco. Unter der zunehmenden Radikalisierung hätten die Menschen überall zu leiden. Er verstehe die Kritik von seinem Trainer-Kollegen Thomas Tuchel und von den Spielern an der Ansetzung des Spiels keine 24 Stunden nach dem Anschlag, sagte Streich bei der Pressekonferenz des SC Freiburg. "Aber es ist natürlich auch eine Frage, wie man politisch und gesellschaftlich auf so etwas antwortet. Man darf nicht klein beigeben. Von daher ist es nachvollziehbar, zum Alltag überzugehen."

Tuchel hatte die schnelle Wiederansetzung des Viertelfinal-Hinspiels nur einen Tag nach der Attacke auf den BVB-Mannschaftsbus kritisiert. "Wir wurden überhaupt zu keiner Zeit gefragt", sagte er nach der 2:3-Niederlage am Mittwochabend.

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