Champions-League-Halbfinale: 5:2 gegen AS Rom - FC Liverpool mit einem Bein in Kiew

Das war Fußball, wie Jürgen Klopp ihn liebt. Mit viel Tempo bezwingt Liverpool Rom im Halbfinal-Hinspiel der Champions League. Überragender Mann des Abends ist Mohamed Salah mit zwei Toren. In der Schlussphase wahren die Italiener aber eine kleine Chance.
| Bernhard Lackner
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Der FC Liverpool spielte sich beim 5:2-Sieg gegen den AS Rom zwischenzeitlich in einen Rausch.
dpa Der FC Liverpool spielte sich beim 5:2-Sieg gegen den AS Rom zwischenzeitlich in einen Rausch.

Das war Fußball, wie Jürgen Klopp ihn liebt. Mit viel Tempo bezwingt der FC Liverpool den AS Rom im Halbfinal-Hinspiel der Champions League. Überragender Mann des Abends ist Mohamed Salah mit zwei Toren. In der Schlussphase wahren die Italiener aber eine kleine Chance.

Liverpool - Jürgen Klopp hat nach der nächsten beeindruckenden Tore-Show von Mohamed Salah und Co. beste Aussichten auf das Champions-League-Finale. Mit überragendem Tempofußball verschaffte sich der FC Liverpool am Dienstag beim 5:2 (2:0) gegen AS Rom eine sehr gute Ausgangslage für das Rückspiel am Mittwoch kommender Woche in der Ewigen Stadt.

Der überragende Ägypter Salah (36./45.+1) erzielte an der Anfield Road zwei Tore. Den dritten Treffer durch Sadio Mané (56.) und das vierte Tor durch Roberto Firmino (61.) bereitete Salah vor. Der ehemalige Hoffenheimer Firmino (68.) traf kurze Zeit später erneut. Edin Dzeko (81.) und Diego Perotti (85./Handelfmeter) sendeten aber noch ein für Klopp ärgerliches Lebenszeichen der Römer.

Schafft der AS Rom das nächste Wunder?

Das Ergebnis ist für die Reds und ihren deutschen Trainer kein Freifahrtschein Richtung Finale am 26. Mai gegen den FC Bayern München oder Real Madrid. Im Viertelfinale hatten die Römer ein 1:4 gegen den FC Barcelona mit einem 3:0 noch aufholen können - nun bräuchten sie wieder ein solches Fußball-Wunder. Für Klopp wäre es das zweite Königsklassen-Finale nach dem mit Borussia Dortmund gegen die Bayern verlorenen Endspiel 2013. Liverpool könnte in Kiew zum sechsten Mal den Henkelpott gewinnen.

Flutlicht, Dauerregen und inbrünstig singende Fans. Die Anfield Road bot alles für einen stimmungsvollen Europapokal-Abend. Bevor die Salah-Show begann, brauchte Liverpool aber reichlich Anlauf. Klopp hatte genau der Startelf vertraut, die Meister Manchester City um Pep Guardiola so eindrucksvoll im Viertelfinale eliminert hatte. Und Rom - im Vergleich zum Barcelona-Coup mit dem jungen Cengiz Ünder in der Anfangsformation - wusste offenbar, wie Sturm und Drang der Reds zu bremsen sind. Ein Schuss von Roberto Firmino (5.) aus spitzem Winkel war noch die größte Chance der Startphase.

Für unfreiwillige Unterhaltung sorgte Linienrichter Stefan Lupp. Dem Assistent von Referee Felix Brych war seine Fahne entzwei gegangen. Ein UEFA-Mitarbeiter musste flugs Ersatz besorgen.

Liverpool hat Glück bei Karius-Patzer

Glück hatte Liverpools deutscher Torwart Loris Karius, als ihm der Ball nach einem Schuss von Alexander Kolarow durch die Hände flutschte, aber an die Latte klatschte (18.). Kurz zuvor hatte Klopp reagieren müssen. Für den mit Verdacht auf eine Verletzung am rechten Knie ausgewechselten Alex Oxlade-Chamberlain kam Eric Wijnaldum.

Die Initialzündung war ein Konter mit Abschluss über das Tor von Mané (28.). Anschließend wirbelte Liverpool und hatte mehrere große Chancen. Mané traf auch ins Tor, stand aber im Abseits (34.) - Lupp hob richtigerweise die wieder funktionsfähige Ersatzfahne.

Eine Minute später zauberte Salah den Ball genau in den Winkel. Die Führung war nun hoch verdient. Dejan Lovren mit einem Kopfball an die Latte (38.) und Wijnaldum (40.) hätten schon erhöhen können, für die Tore war aber vorerst Salah zuständig. Englands Fußballer des Jahres erhöhte nach rasantem Konter auf Zuspiel von Firmino.

In der zweiten Halbzeit ließ Liverpool zunächst kein bisschen nach - und Salah glänzte nun als Vorbereiter für seine Sturmkollegen Mané und Firmino. Die Anfield Road feierte ihre Helden. Rom war konsterniert. Aber dann sorgten Dzeko und Perotti für einen Hoffnungsschimmer.

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